Thurgauer nimmt an geheimem Weltrekord teil

Der Thurgauer Steve Schild bereitet sich nicht nur auf eine Marsmission vor, er bricht auch regelmässig Weltrekorde. An diesem Wochenende nimmt er an einem Weltrekordversuch im schwyzerischen Ibach teil. Der wird 24 Stunden dauern – mehr weiss Schild nicht.

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Steve Schild Nimmt an einem Weltrekordversuch über 100 Kilometer teil. (Bild: Reto Martin)

Steve Schild Nimmt an einem Weltrekordversuch über 100 Kilometer teil. (Bild: Reto Martin)

Der Thurgauer Steve Schild bereitet sich nicht nur auf eine Marsmission vor, er bricht auch regelmässig Weltrekorde. An diesem Wochenende nimmt er an einem Weltrekordversuch im schwyzerischen Ibach teil. Der wird 24 Stunden dauern – mehr weiss Schild nicht.

Herr Schild, wissen Sie wirklich gar nicht, was heute auf Sie zukommt?

Nein, ich habe keine Ahnung. Ich weiss nur, dass es am Samstag um 12 Uhr los geht und am Sonntag um 12 Uhr endet. Ich weiss ausserdem, dass ich eine Strecke von 100 Kilometern zurücklegen muss.

Haben Sie denn eine Vermutung, was Sie machen müssen?

Nein, gar nicht. Aber wahrscheinlich wird es mit Kriechen, Hüpfen oder Gehen zu tun haben.

Wie bereitet man sich vor, wenn man gar nicht weiss, worauf?

Ich mache ein sehr starkes Intervalltraining. Das Fitnessstudio, das ich besuche, hat mir ein intensives Programm zusammengestellt. An den Tagen vor dem Rekordversuch gilt es aber, sich zu entspannen und genug zu schlafen.

Fühlen Sie sich gut vorbereitet?

Ja, auf jeden Fall. Sowohl körperlich als auch mental.

Ist es überhaupt gesund, 24 Stunden am Stück Höchstleistung zu bringen?

Man muss auf jeden Fall auf seine Gesundheit achten dabei, man darf es nicht übertreiben. Beim Militär wird so etwas beispielsweise auch gemacht. Dort laufen sie in 19 Stunden 100 Kilometer.

Haben Sie schon einmal etwas Vergleichbares gemacht?

Die weiteste Strecke, die ich am Stück zurückgelegt habe, waren 70 Kilometer. Ich hatte einen 30 Kilogramm schweren Rucksack dabei. Das war aber unfreiwillig: Ich hatte mich beim Wandern verlaufen. Das war ziemlich heftig.

Was reizt Sie daran, Rekorde zu brechen?

Ich mag die Herausforderung, etwas Neues zu machen, das noch niemand zuvor geschafft hat. Ich teste ausserdem gerne, wie, leistungsfähig ich bin und wo meine Grenzen sind. Man lernt dabei auch viel über sich. Der Weltrekordversuch dieses Wochenende wird sicherlich eine gute Selbsterfahrung. (kbr)