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Thurgauer nehmen die Bahn

Das Angebot an öffentlichem Verkehr im Thurgau wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Die Passagiere ziehen mit. Bahn, Bus und Schiffe hatten 2008 so viele Fahrgäste wie nie.
Kaspar Enz
22,7 Millionen Passagiere nutzten 2008 im Thurgau die Bahn. (Bild: Urs Jaudas)

22,7 Millionen Passagiere nutzten 2008 im Thurgau die Bahn. (Bild: Urs Jaudas)

frauenfeld. 32,2 Millionen Fahrgäste beförderten die öffentlichen Verkehrsmittel im Thurgau 2008, 2,4 Millionen mehr als im Jahr zuvor. «Vor zwei Jahren gab es einen markanten Ausbau des Angebots», sagt Urs Zingg von der Abteilung für öffentlichen Verkehr und Tourismus beim Thurgauischen Departement für Inneres und Volkswirtschaft. «Das sind nun die schönen Folgen.»

Ausbau wirkt

Aufs Jahr 2008 hin wurde das Angebot zwar weniger ausgebaut. Wie ein Ausbau wirken kann, sieht man bei zwei Buslinien im Raum Frauenfeld, die auf ganztägigen Kursbetrieb umgestellt wurden. Auf der Strecke Frauenfeld–Gachnang–Islikon verdreifachte sich die Zahl der Passagiere, zwischen Frauenfeld und Oberneunforn fuhren doppelt so viele Fahrgäste. Die meistbefahrene Buslinie ist weiterhin diejenige zwischen St. Gallen und Arbon. Auch dieses Jahr legte sie zu, um 6,6 Prozent oder 75 400 Passagiere auf 1,2 Millionen.

Insgesamt hatten 2008 die regionalen Buslinien im Thurgau 318 000 Passagiere mehr, ein Zuwachs um 6,4 Prozent auf 5 277 800.

Noch kräftiger legten aber die Bahnlinien zu. 8,9 Prozent Fahrgäste gewannen sie, deutlich über dem schweizerischen Schnitt von 5,2 Prozent. Somit nutzten 22,7 Millionen Passagiere die Bahn. An der Spitze liegt unbestritten die Thurtallinie Romanshorn–Winterthur mit 8,6 Millionen Fahrgästen, 9,1 Prozent mehr als 2007. Mit 3,6 Millionen Passagieren liegt die Seelinie Schaffhausen–Romanshorn an zweiter Stelle.

Hier betrug der Zuwachs sogar 14,1 Prozent. Das stärkste prozentuale Wachstum war auf der Linie Weinfelden–St. Gallen festzustellen, um 18,6 Prozent oder 212 000 Passagiere auf 1,3 Millionen. Die Schifffahrt legte letztes Jahr ebenfalls zu, um 9,4 Prozent auf 1,25 Millionen Passagiere.

263 400 Nachtschwärmer

Genutzt wurde auch das neue Nachtnetz am Wochenende. 263 400 Passagiere befuhren 2008 die Nachtzüge und -busse im ersten Jahr ihrer Existenz.

Die Strecke Winterthur–Wil liegt hier mit 98 000 Passagieren an der Spitze, gefolgt von der Thurtallinie mit 90 700 Fahrgästen.

Keine Engpässe

Trotz des kräftigen Anstiegs der Passagierzahlen habe man kaum Klagen wegen Engpässen gehört, sagt Urs Zingg. «Morgens um sieben ist zwar jeder Zug voll», sagt er. Aber wo es Kapazitätsgrenzen gegeben habe, seien diese ausgemerzt worden. Als Beispiel nennt er das neue Rollmaterial in den Schnellzügen von Konstanz in Richtung Zürich.

Das Konzept für den öffentlichen Verkehr 2010–2015 der Regierung sieht auf diversen Linien kräftige Ausbauten vor. Was davon auf nächstes Jahr umgesetzt werden soll, werde geprüft, sagt Zingg. Sicher sei, dass die Publicar-Angebote am Wochenende auf Kursbetriebe umgestellt würden. Für weitere Linien habe man Offerten eingeholt. Es gelte nun zu prüfen, ob die Ausbauschritte finanziell drinliegen, sagt Zingg. Beim Entscheid spiele aber auch die vorhandene Nachfrage eine wichtige Rolle.

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