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THURGAUER APFELKÖNIGIN: Marion Weibel gewinnt die Apfelkrone

Am Samstag fand in der Arena an der Olma die 20. Wahl zur Thurgauer Apfelkönigin statt. Die 26-jährige Marion Weibel aus Rickenbach bei Wil entschied die Wahl für sich.
Rossella Blattmann
Der Moment der Krönung: Angela Stocker (links) setzt ihrer Nachfolgerin Marion Weibel die Krone auf. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Moment der Krönung: Angela Stocker (links) setzt ihrer Nachfolgerin Marion Weibel die Krone auf. (Bild: Hanspeter Schiess)

In einer spannenden Wahl hat am Samstagnachmittag die Hinterthurgauerin Marion Weibel ihre Konkurrenz hinter sich gelassen und wurde zur Apfelkönigin 2017/18 gekürt. Die gelernte Detailhandelsfachfrau und ausgebildete Tänzerin aus Rickenbach bei Wil überzeugte Publikum und Jury mit ihrer sympathischen Ausstrahlung und selbstsicheren Art von Beginn weg. Von anfänglich sechs Kandidatinnen kamen drei in die letzte Runde. Die 22-jährige Tiziana Castauro aus Rorschach und die 20-jährige Lea Rutishauser aus Neukirch-Egnach schafften es ebenfalls unter die besten drei.

Marion Weibel mit Moderator Reto Scherrer. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Insgesamt sechs Frauen stellten sich zur Wahl: Tiziana Castauro, Iris Lieberherr, Lea Rutishauser, Marion Weibel, Sara Zaugg und Deborah Neuhaus. (v.l.n.r.) (Bild: Hanspeter Schhiess)
Angela Stocker, Apfelkönigin des Jahres 2016/2017, wohnte der Wahl ebenfalls bei. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Marion Weibel aus Rickenbach. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Deborah Neuhaus an der Wahl zur Apfelkönigin. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Sara Zaugg aus Bischofszell. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Marion Weibel tanzte mit ihren Mitstreiterinnen zum Song "Happy" von Pharell Williams. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Lea Rutishauser auf dem Velo. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Schreinerin Iris Lieberherr beweist ihre handwerklichen Fähigkeiten beim Schreinern. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Die frisch gekürte Thurgauer Apfelkönigin Marion Weibel. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Reto Scherrer und Kandidatin Iris Lieberherr aus Zihlschlacht. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Tiziana Castauro, Iris Lieberherr und Lea Rutishauser. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Apfelkönigin des Jahres 2016/2017: Angela Stocker. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Marion Weibel mit Sara Zaugg und Deborah Neuhaus. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Moderator Reto Scherrer und Tiziana Castauro. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Top drei: Tiziana Castauro, Lea Rutishauser und Marion Weibel bei der Wahl. (Bild: Hanspeter Schhiess)
Marion Weibel aus Rickenbach geht als Siegerin hervor. (Bild: Hanspeter Schhiess)
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Wahl zur Thurgauer Apfelkönigin

Am Anfang waren es sechs, die zur Wahl antraten. Die 23-jährige Deborah Neuhaus aus Hugelshofen, die 25-jährige Iris Lieberherr aus Zihlschlacht und die 22-jährige Sara Zaugg aus Bischofszell traten nebst Castauro, Rutishauser und Siegerin Weibel zur Apfelköniginnenwahl an. Während am Samstagvormittag die Olma-Besucher allmählich eintrafen, wurden die sechs Thurgauerinnen von einem professionellen Team geschminkt und frisiert. Während ihre Kolleginnen noch gestylt wurden, mischten sich Castauro und Weibel kurz vor Mittag bereits unter die Olma-Besucher und verteilten Äpfel. Am Tag der Wahl sei auch die Nervosität der Kandidatinnen gestiegen, wie Marion Weibel bestätigte: «Während des Stylings wurde ich schon langsam nervös.» Rutishauser reiste sogar mit einem 20-köpfigen Fanclub nach St. Gallen. Während sie noch im Styling sass, machte sich ihr Fanclub mit T-Shirts, Fähnchen und einer Kuhglocke bereits sicht- und hörbar.

Der Thurgauer Mister Schweiz 2011 Luca Ruch war als Vertreter der Thurgauer Kantonalbank in der diesjährigen Jury dabei. «Die neue Apfelkönigin muss mehr als ‹nur› gut aussehen», sagte er. Sie solle glaubhaft sein, Empathie zeigen und für alles offen bleiben. «Am wichtigsten ist, dass sie Spass hat und ihr Amtsjahr geniesst.» Untermauert von dramatischer Musik betrat der Thurgauer SRF-Moderator Reto Scherrer am Samstagmittag die Olma-Arena und eröffnete die Wahl. Die Kandidatinnen mussten sich zunächst Scherrers kniffligen Fragen stellen. Jede bekam danach eine individuelle Aufgabe zugewiesen. Marion Weibel zeigte zu Pharrell Williams’ «Happy» ihre Tanzkünste. Sie animierte gleich die anderen fünf Apfelprinzessinnen, die keine Sekunde zögerten und bei der Choreografie engagiert mitmachten.

«Den Sieg verdanke ich meinem Vater»

Im Final waren es nur noch drei, die um die Apfelkrone kämpften. In der zweiten Hälfte der Wahl stellten sich Weibel, Rutishauser und Castauro nochmals Scherrers Fragen. Weibels Liebe zum Apfel kam auch hier zum Vorschein: «Ich trinke lieber ein Swizzly als Bier.» Der Moderator forderte anschliessend die drei Finalistinnen dazu auf, aus dem Publikum möglichst schnell einen Apfel zu holen – aber es blieb nicht nur beim Obst. Für den Sieg hätte Weibel (fast) ihren BH hergeben müssen. Als Scherrer die drei Finalistinnen aufforderte, aus dem Publikum ein Exemplar des Unterwäschestücks zu besorgen, wäre sie dazu bereit gewesen, ihren eigenen BH auszuziehen – was sie schliesslich dann doch nicht tun musste. Die brünette Rickenbacherin zeigte in jeder Wettbewerbsphase vollen Einsatz und wurde dafür belohnt.

Kurz bevor die sichtlich bewegte abtretende Apfelkönigin Angela Stocker ihrer Nachfolgerin die Krone aufsetzte, stieg auch die Anspannung bei den Familien der Kandidatinnen. Castauros Vater verfolgte die Entscheidung aus nächster Nähe. Er betonte: «Auch wenn meine Tochter die Krone nicht gewinnt, bin ich stolz auf sie.» Es sei fantastisch, dass seine Tochter so weit gekommen sei. «Wir werden heute auf jeden Fall feiern.» Die frischgekürte Apfelkönigin Weibel freute sich beim anschliessenden Apéro in der Sonderschau des Kantons Thurgau über ihren Sieg. «Jede hätte es verdient. Aber ich freue mich sehr, nun meinen Kanton und den Apfel für ein Jahr vertreten zu dürfen. Den Sieg verdanke ich meinem Vater. Er hat mich darauf gebracht, mich anzumelden.»



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