Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

THURGAU: Wohin mit der Asche?

Eine Bundesverordnung verbietet seit Anfang Jahr die Entsorgung grosser Rückstände aus Holzheizungen auf Inertstoffdeponien. Es braucht im Thurgau eine neue Lösung für die Entsorgung.
Kurt Peter
Kleine Mengen Asche aus Cheminées können in Abfallsäcken entsorgt werden. Probleme gibt es bei grossen Mengen aus Holzheizungen. (Bild: Xavier Gehrig/key)

Kleine Mengen Asche aus Cheminées können in Abfallsäcken entsorgt werden. Probleme gibt es bei grossen Mengen aus Holzheizungen. (Bild: Xavier Gehrig/key)

THURGAU. Die Nutzung ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll: «Holz ist erneuerbar, CO2-neutral, löst als einheimische Ressource eine hohe regionale Wertschöpfung aus und mindert die Abhängigkeit vom Ausland. Im Kanton Thurgau werden zurzeit insgesamt rund 150 000 Kubikmeter Energieholz pro Jahr genutzt. Die Nutzung kann noch um rund 65 000 Kubikmeter oder 40 Prozent gesteigert werden.» Mit diesen Worten propagiert die Abteilung Energie im Departement Inneres und Volkswirtschaft den nachwachsenden Rohstoff zu Heizzwecken auf ihrer Homepage. Die anhaltende Nutzungssteigerung von Holzenergie führt andererseits zu einer stetig wachsenden Holzasche-Menge. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt hat Holzenergie Thurgau ein Merkblatt zur korrekten Entsorgung erarbeitet.

Asche ist mittelmässiger Dünger

Jährlich entstehen 1200 Tonnen Holzasche, mit steigender Tendenz. Solche Holzasche ist nach Aussage von Holzenergie Thurgau «nur ein mittelmässiger Dünger, der grosse Mengen an Kalium enthält». Gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung sei es ausdrücklich verboten, Holzasche im Wald auszubringen. Je nach Energieholzsortiment und Aschefraktion sei die Asche wenig bis stark schwermetallbelastet. Die korrekte Entsorgung sei deshalb wichtig. Kleinere bis mittlere Mengen, die in Cheminées und Kachelöfen anfallen, das sind etwa zwei Kubikmeter jährlich, können wie bisher nach der Auskühlung im Gebühren-Kehrichtsack über die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Thurgau entsorgt werden.

Neu ist die Situation seit 1. Januar dieses Jahres für grössere Mengen. Diese dürfen aufgrund der neuen Abfallverordnung nicht mehr wie bisher in Inertstoffdeponien entsorgt werden. An einer Lösung arbeiten derzeit das Amt für Umwelt, Holzenergie Thurgau und die KVA Thurgau.

Der Kanton ist am Ball

«Das Waldholz sammelt alles, was wir in die Luft abgeben», erklärt Paul Koch, Präsident von Holzenergie Thurgau, die Situation. Die Konzentration der Schwermetalle überschreite die ständig verschärften Grenzwerte. «Die Gespräche mit dem Kanton und der KVA haben stattgefunden, unsere Idee ist es, die Holzasche aus Grossanlagen direkt der Schlacke der KVA zuzuführen, eine Antwort steht allerdings noch aus.» Für Paul Koch ist der Kanton nun am Ball: «Der Thurgau hat bei der Förderung von Holzenergie eine Pionierrolle, deshalb muss er auch eine gute Lösung bei der Entsorgung finden.»

Die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag weiss um das Problem. Bei der Entsorgung gebe es seit Jahresbeginn nur noch die Varianten der Schlacken- oder Reaktordeponien, «von denen aber nur wenige existieren». Sie bestätigte die laufenden Gespräche mit der KVA Thurgau zu diesem Thema. «Wir hoffen, dass wir in Weinfelden eine gute Lösung finden werden.» Haag verweist gleichzeitig auch darauf, dass einige der Heizzentralen die Dienste spezieller Sammelfirmen in Anspruch nähmen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.