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THURGAU: Wenn Eltern durchgreifen: Kein Smartphone zum Znacht

Handys und Tablets haben für Thurgauer Mädchen und Jungen einen immer höheren Stellenwert. Das beschäftigt auch die Eltern. Fachvereine im Kanton geben Tipps zur sinnvollen Medienerziehung.
Rossella Blattmann
Schüler und ihr Handy: Wie viel Smartphone-Zeit ist zu viel? (Bild: Reto Martin)

Schüler und ihr Handy: Wie viel Smartphone-Zeit ist zu viel? (Bild: Reto Martin)

Rossella Blattmann

rossella.blattmann@thurgauerzeitung.ch

Sie starren nur noch auf den Bildschirm. Was soll man als Mutter oder Vater tun, wenn die eigene Tochter oder der Sohn den Blick gar nicht mehr vom Handy- oder Tablet-Screen heben will? Vereine wie «zischtig.ch» beraten Eltern in Fragen zur Medienerziehung ihrer Kinder.

Jede Nacht eine Stunde weniger Schlaf

Die Broschüre «Elternpost», herausgegeben von zischtig.ch und der nationalen Elternorganisation Schule und Elternhaus Schweiz, gibt Tipps, wie Eltern Medienerziehung sinnvoll in den Familienalltag integrieren können. Die Informationsbroschüre rät den Vätern und Müttern, mit den Kindern offline-Zeiten zu vereinbaren, an denen striktes Geräteverbot herrscht. Beim gemeinsamen Mittag- oder Abendessen mit der Familie seien Handys und Tablets ein No-Go. Die Handys und Tablets sollen in der Zwischenzeit an spezifischen Handy-Horten, zum Beispiel in einer Kiste, zwischengelagert werden.

Vor allem in der Nacht gehören Bildschirme nicht in ein Kinderzimmer. Studien würden zeigen, dass Kinder, die mit einem Smartphone oder Tablet im Zimmer schlafen, jede Nacht eine Stunde weniger schlafen würden. Zudem sei der WLAN-Zugang zu regeln, denn: In der Nacht brauchen Kinder Schlaf, und kein Internet.

Schutz vor Pornografie

Als weiteren wichtigen Schritt rät die «Elternpost» zur Medienerziehung, an den Geräten der Jungen und Mädchen Kindersicherungen und Filtersysteme einzuschalten. Kinder und Jugendliche sind heutzutage online schon früh mit pornografischen Inhalten konfrontiert. Anfangs geschehe dies meist über Werbeeinblendungen.

Dennoch ist Vorsicht geboten, denn: Kindersicherungen und Filtersysteme seien nicht immer zu hundert Prozent zuverlässig, wird in der «Elternpost» betont. An dieser Stelle wird an die Mütter und Väter appelliert: Es lohne sich, dem Nachwuchs Alternativen zur pornografisch orientierten Aufklärung entgegenzusetzen und das Thema zu enttabuisieren. «Suchen Sie mit ihren Kindern nach besserem Aufklärungsmaterial. Erläutern Sie Ihren Kindern die gesetzlichen Grundlagen und ermutigen Sie Ihre Kinder, das Gespräch mit geeigneten Bezugspersonen zu suchen», heisst es in der Broschüre.

Selber ausprobieren ist von Vorteil

Einem Thurgauer Schulkind muss niemand erklären, wie es ein Tablet oder Smartphone zu bedienen hat. Nichtsdestotrotz sei es von Vorteil, wenn auch die Eltern sich mit der Nutzung digitaler Medien auskennen würden, schreibt die «Elternpost». Auch die Mamas und Papas sollen sich bei WhatsApp, Instagram und Co. anmelden, um besser zu verstehen, in welcher Welt sich ihre heranwachsenden Sprösslinge bewegen. Denn: «Die Kinder nehmen das auch als ein Zeichen der Werschätzung wahr.»

Viele Eltern von heutigen Schulkindern sind analog aufgewachsen. Nicht alle Papas und Mamas sind mit dem digitalen Alltag gleich gut vertraut. Daher raten zischtig.ch und Schule und Elternhaus Schweiz, dass überforderte Väter und Mütter bei Fragen zu einzelnen Diensten sich gleich den Feind zum Freund machen, und entsprechende Youtube-Tutorials konsultieren. Offenheit gegenüber und Vertrauen in die eigenen Kinder sei im Zusammenhang mit der Medienerziehung unentbehrlich. Denn: «Ehrliche und offene Neugier wird Ihre Kinder dazu bringen, Ihnen viel zu zeigen und zu erklären.»

Liebe Eltern: Wie regelt ihr die Smartphone oder Tablet-Nutzung von euren Kindern? Schreibt uns ein Mail an: redaktion@thurgauerzeitung.ch

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