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THURGAU: Weniger Passagiere auf dem Bodensee - Schweizer Preise steigen aber nicht

Fast 3,7 Millionen Passagiere beförderten die Schifffahrtsunternehmen auf dem Bodensee und dem Rhein im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber 2016. Begründet wird das Minus mit dem regnerischen und kalten Wetter im August und September 2017. Am Karfreitag beginnt die neue Schifffahrtssaison.
Sebastian Keller
Die Chefs auf dem Schiff: Remo Rey (Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein), Andrea Ruf (Schweizerische Bodensee Schifffahrt), Norbert Reuter (Bodensee-Schiffsbetriebe) und Alexandro Rupp (Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt). (Bild: Sebastian Keller)

Die Chefs auf dem Schiff: Remo Rey (Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein), Andrea Ruf (Schweizerische Bodensee Schifffahrt), Norbert Reuter (Bodensee-Schiffsbetriebe) und Alexandro Rupp (Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt). (Bild: Sebastian Keller)

Rund 100'000 Passagiere weniger als im Vorjahr. Das ist die Bilanz der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU). Norbert Reuter, Chef der Bodensee Schiffsbetriebe (BSB) und VSU-Geschäftsführer, begründete dies an der Medienorientierung auf der MS Überlingen im Hafen Konstanz mit «dem etwas zu nassen August und dem viel zu kalten und nassen September».

Nicht alle Schiffahrtsunternehmen mussten aber einen Rückgang notieren. Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) durfte ein leichtes Plus verzeichnen. Das Unternehmen mit Sitz in Romanshorn beförderte 586'708 Passagiere auf ihren Schiffen. Das entspricht einer Zunahme von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. SBS-Chefin Andrea Ruf begründet das Plus mit der Situation im Vorjahr. So konnten die Schiffe im Juni 2016 wegen Tiefwassers teilweise nicht von Rorschach bis Rheineck fahren.

Die SBS hat die neue Saison bereits vergangenes Wochenende eingeläutet. „Wir durften zahlreiche Gäste auf unseren Schiffen begrüssen“, sagte Andrea Ruf. Das sonnige Frühlingswetter war für eine erste Schifffahrt günstig. Für die neue Saison hat die SBS ihr Angebot an Themenschiffen erneut erweitert. Neu verkehrt ein Burger-Schiff, vorerst zweimal. Auf diesem Schiff können die Passagiere sich «deftige Burger» selber zusammenstellen, zudem werden verschiedene Bierspezialitäten kredenzt.

Neue Saison startet am Karfreitag

Die weiteren drei Schifffahrtsunternehmen auf dem Bodensee und Rhein starten am Karfreitag in die neue Saison. Darunter auch die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) mit Sitz in Schaffhausen. Auch sie hat ihr Angebot für die neue Saison ausgebaut. Neu im Programm ist beispielsweise ein „Rock’n’Roll“-Schiff. Auf der Vogelschau-Fahrt erläutern Naturkenner die Eigenheiten des Wollmatinger Rieds. Die naturkundliche Schifffahrt führt von Kreuzlingen/Konstanz zur Insel Reichenau. Passagiere erfahren mehr zur Ökologie des Bodensees und zur Natur und Kulturlandschaft des Unteresees.

Auch die deutsche Bodensee-Schiffsbetriebe (SBS) und die österreichische Voralberg Lines (VLB) bieten ein vielfältiges Angebot zur See an. Die VLB feiert zudem das 10-Jahr-Jubliäum ihres Flaggschiffes, der MS Sonnenkönigin. Das grösste Schiff auf dem Bodensee machte sich am 18. September 2008 auf zur Jungfernfahrt.

Die BSB will ein Hybridschiff beschaffen

Neues berichtete auch BSB-Chef Norbert Reuter. Das grösste Schifffahrtsunternehmen auf dem Bodensee will in den nächsten Jahren ein neues Schiff beschaffen. Dieses soll mit einem Hybridantrieb ausgestattet werden. Das heisst: Der Antrieb erfolgt abwechselnd mit Diesel und elektrisch. Der elektrische Antrieb kommt bei der Einfahrt in die Häfen zum Einsatz. Wie Reuter am Rande der Medienorientierung erläuterte, werde der Auftrag für das neue Schiff in den nächsten Tagen europaweit ausgeschrieben. Das Schiff ist für den Kursverkehr vorgesehen; es soll Platz für rund 1000 Passagiere bieten. «Meines Wissens wäre es das erste Hybridschiff in der europäischen Binnenschifffahrt.» In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 soll das neue Schiff in See stechen. Reuter rechnet damit, dass es rund zehn Millionen Euro kosten dürfte. Dannzumal soll die MS Karlsruhe, Baujahr 1937, aus dem Kursschiffbetrieb genommen werden und nur noch für Sonderfahrten zum Einsatz kommen.

Für Passagiere aus der Schweiz war an der Medienorientierung eine gute Nachricht zu erfahren: Die Preise in Schweizer Franken werden nicht erhöht; die Preise in Euro werden hingegen um rund zwei Prozent angehoben.

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