THURGAU: Schüler liefern Strom für den Unterricht

Der Kanton stellt Hilfsmittel für einen anschaulichen Unterricht zum Thema Energie bereit. Das Fernziel ist die 2000-Watt-Gesellschaft.

Merken
Drucken
Teilen
Ein Weinfelder Mittelstufenschüler tritt im Unterricht an Ort. (Bild: PD)

Ein Weinfelder Mittelstufenschüler tritt im Unterricht an Ort. (Bild: PD)

Das wichtigste Gerät ist ein Stehvelo. Die Schüler bringen damit aus eigener Kraft einen Bildschirm zum Laufen. Beim Strampeln verfolgen sie darauf eine virtuelle Reise durch die Energielandschaft. Animierte Grafiken erläutern Vor- und Nachteile verschiedener Produktionsarten erneuerbarer Energien; auch die laufende Stromproduktion des Velofahrers wird angezeigt.

Das Stehvelo ist Teil des Moduls «energiegeladener Unterricht», das von der kantonalen Abteilung Energie und dem Amt für Volksschule angeboten wird. Zielpublikum sind Viert- bis Sechstklässler. Das Modul umfasst vier bis sechs Lektionen. Bei der Präsentation des Stromvelos im Paul-Reinhart-Schulhaus in Weinfelden am Montag wies Regierungsrat Walter Schönholzer auf die Bedeutung der Schulen für die Umsetzung der Thurgauer Energiepolitik hin. Die Entscheidungen in der heutigen Energiepolitik würden von den jetzigen Schülern umgesetzt.

Das Angebot an die Schulen ist Teil des Thurgauer Energiekonzepts von 2007; dieses formuliert als Vision die 2000-Watt-Gesellschaft für den Zeitraum 2050 bis 2080. (wu)