Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Thurgau profitiert am stärksten von Nationalbankgeld

Zürich Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird dank einem Rekordergebnis den Kantonen in Bälde 1,3 Milliarden Franken überweisen. Der Effekt in den Kantonskassen fällt dabei trotz eines genau austarierten Verteilschlüssels unterschiedlich aus. Jeder Kanton erhält pro Einwohner 159,24 Franken. Für den einwohnerstärksten Kanton, den Kanton Zürich, macht das zum Beispiel 235,2 Millionen Franken. Uri als kleinster Kanton soll 5,7 Millionen Franken erhalten.

Gemäss einer von der Eidgenössischen Finanzverwaltung publizierten Tabelle erhält der Kanton Thurgau 42,8 Millionen Franken. Fast gleich hoch war der Thurgauer Anteil am SNB-Reingewinn 2014, nämlich 42,6 Millionen Franken. In den Jahren 2015 und 2016 betrug er 21,3 und 36,9 Millionen Franken. Der Anteil am Reingewinn wird jeweils im Folgejahr ausgeschüttet.

Trotz dieses Verteilschlüssels profitieren Urner vom Geldsegen der SNB aber nicht gleich stark wie Zürcher. So machen die rund 6 Millionen Franken für Uri 1,5 Prozent des Kantonsaufwands aus dem Jahr 2015 aus, im Kanton Zürich sind es 1,8 Prozent. Zürcher profitieren demnach stärker vom Zustupf der SNB als die Bewohner von Uri, die einen grösseren Anteil des Aufwands mit Steuern decken müssen. Der Kanton Uri bildet mit seinem Anteil aber nicht das Schlusslicht, sondern markiert die Mitte. Die 1,3 Milliarden Franken der SNB entsprechend 1,5 Prozent aller Kantonsaufwände. Deutlich darunter liegen Basel-Stadt, das nur gerade 0,7 Prozent des Aufwands decken kann, sowie der Kanton Genf mit einem Anteil von 0,9 Prozent.

Am anderen Ende der Skala findet sich der Kanton Thurgau, der mit dem Nationalbankgeld 2,2 Prozent des Aufwands decken kann. Ähnlich gross ist der Beitrag der SNB-Ausschüttung in den Kantonen Luzern, Aargau (je 2,1 Prozent) Obwalden und in Appenzell Ausserrhoden (je 2,0 Prozent).

Es besteht ein Röstigraben: Welche Kantone geben in der Tendenz mehr Geld pro Einwohner aus als Deutschschweizer Kantonen. In beiden Landesteilen gibt es aber auch erkennbare Unterschiede zwischen Rand-, Agglomerations- und Zentrumskantonen. So ist es nicht er- staunlich, dass in den Kantonen Thurgau, Aargau, Obwalden, in Appenzell, Schwyz und Schaff­hausen der Anteil der Ausschüttung am Aufwand hoch ist. Diese Kantone profitieren von Leistungen der Zentrumskantone und sparen so als Agglomerationskantone Kosten. (sda/wu)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.