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Thurgau muss zwei Neue wählen

Die beiden Thurgauer Ständeräte Hermann Bürgi (SVP) und Philipp Stähelin (CVP) verzichten aus Altersgründen auf eine Wiederkandidatur. Den Entscheid haben sie untereinander abgesprochen und schon im letzten Herbst gefällt.
Martin Knoepfel
Ständeratssaal adieu: Hermann Bürgi (l.) und Philipp Stähelin kandidieren im Herbst nicht mehr.

Ständeratssaal adieu: Hermann Bürgi (l.) und Philipp Stähelin kandidieren im Herbst nicht mehr.

FRAUENFELD. Die politischen Parteien hatten es erwartet, die Medien schrieben darüber, und seit gestern ist es offiziell. Die beiden Thurgauer Hermann Bürgi (SVP) und Philipp Stähelin (CVP) kandidieren im nächsten Herbst nicht mehr für den Ständerat. Das teilten sie gestern nachmittag in einem gemeinsamen Communiqué mit. Die beiden gelten allgemein als politische Schwergewichte in Bundesbern.

Der Entscheid stehe seit dem letzten Herbst fest, sagten Stähelin und Bürgi der TZ. Damals hätten sie beschlossen, den Entscheid in der zweiten Januarwoche bekanntzugeben. Sie hätten untereinander ein gutes Verhältnis und immer miteinander politisiert, nicht gegeneinander, betonte Stähelin. Das sei wichtig, wenn man einen Kanton vertrete. Es sei deshalb selbstverständlich, dass sie den Rücktritt und die Bekanntgabe des Entscheids miteinander abgesprochen hätten.

Kürzertreten

Das Communiqué nennt Altersgründe für den Rücktritt. Stähelin hat Jahrgang 1944. Bürgi ist zwei Jahre jünger. Er sei seit 1976 in öffentlichen Ämtern und froh, sich etwas zurückzulehnen, sagte Stähelin. Bürgi betont, der Rücktritt zur rechten Zeit sei etwas vom Wichtigsten. Das gelte nicht nur für die Politik. Sie seien noch bis November in der Pflicht als Ständeräte, antwortete Stähelin auf die Frage, weshalb der Entscheid nicht im Herbst bekanntgegeben wurde. Andernfalls könnte man ja die Demission schon am Tag nach dem Amtsantritt bekanntgeben.

Bürgi betonte, wann er seinen Rücktritt bekanntgebe, sei sein höchstpersönlicher Entscheid. Haben die Spekulationen über ihren Rücktritt die Ständeräte geärgert? Er wundere sich, aber man werde mit der Zeit gelassener, sagte Stähelin. Bürgi traf es nach eigener Aussage schon etwas, dass das Erbe verteilt wurde, bevor der Erblasser es zur Verfügung gestellt hat. Das sei eine Stilfrage.

Bürgi wollte nicht ein einzelnes Geschäft als grössten Erfolg seiner Ständeratstätigkeit nennen. Allein könne man nichts erreichen. Vielmehr müsse man Mehrheiten zusammenbringen, betonte er. Das habe er mehrmals erreicht, so dass tragfähige Lösungen entstanden seien. Stähelin nannte den neuen Finanzausgleich und die Aufgabenteilung Bund–Kantone als grössten Erfolg. Das sei gut für das Land und auch gut für den Thurgau. Es sei nicht Aufgabe des Ständerats, möglichst viel für seinen Kanton herauszuholen.

Stähelin: «Gut so»

Selbstverständlich wünsche er sich, dass die CVP das Mandat verteidigen könne, sagte Stähelin. In die Nomination einer Kandidatin oder eines Kandidaten wolle er sich nicht einmischen. Stähelin hat die heutige Thurgauer CVP-Nationalrätin Brigitte Häberli für die Politik entdeckt und gefördert. Darauf angesprochen, liess er sich ein «Das ist gut so» entlocken.

«No comment», lautete Bürgis Antwort auf die Frage, wen er sich als Ständeratskandidaten der SVP wünsche. Es wäre das Dümmste, sich in die eigene Nachfolge einzumischen. In einem Communiqué von gestern würdigte die SVP Thurgau Bürgi. Er sei der Suche nach tragfähigen Lösungen über die Parteigrenzen verpflichtet gewesen, hiess es unter anderem.

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