Thurgau macht bei Ausgleich der Ärzte-Bildung mit

FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat hat den Beitritt zur interkantonalen Weiterbildungs-Finanzierungs-Vereinbarung für Ärzte (WFV) beschlossen. Die WFV soll dem Ärztemangel entgegenwirken.

Drucken
Teilen

FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat hat den Beitritt zur interkantonalen Weiterbildungs-Finanzierungs-Vereinbarung für Ärzte (WFV) beschlossen. Die WFV soll dem Ärztemangel entgegenwirken.

Bei diesen Beiträgen der Kantone an die Spitäler geht es einerseits um die ärztliche Weiterbildung bis zum Erwerb des Facharzttitels und andererseits um den Aufwand der Spitäler mit der Weiterbildung der Assistenzärzte, wie der Regierungsrat mitteilt. Gemäss einer provisorischen Rechnung hätte der Kanton Thurgau einen Jahresbeitrag von rund 1,1 Millionen Franken zu tragen. Mit der WFV werden allerdings die bisher vom Kanton Thurgau im Rahmen der Ostschweizer Spitalvereinbarung geleisteten Beiträge abgelöst. Diese Beiträge beliefen sich ordentlicherweise auf 1,5 Millionen Franken pro Jahr. Im Jahr 2014 wurden sie allerdings auf die Hälfte gekürzt.

Grundsätzlich ist ein angemessener Ausgleich der finanziellen Belastungen der Kantone nur möglich, wenn alle Kantone der Vereinbarung beitreten. Eine Verpflichtung der Kantone zum Beitritt besteht jedoch nicht. Auch kann diese Vereinbarung durch den Bund nicht als allgemeinverbindlich erklärt werden. Wie dies in anderen interkantonalen Vereinbarungen üblich ist, wurde auch für die WFV ein Mindestquorum von 18 Kantonen vorgesehen. (red.)