Thurgau legt sich mit der Post an

In der Schweiz schliessen jedes Jahr 100 Poststellen für immer ihre Türen. Hauptbetroffen ist der östliche Teil der Schweiz. Nun opponieren Gemeinden und Kantone. Der grösste Widerstand kommt dabei aus dem Thurgau.

Roger Braun
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Die Gemeinde Pfyn wehrt sich gegen den Verlust der Poststelle. Der Fall liegt bei der Aufsichtskommission. (Bild: Reto Martin)

Die Gemeinde Pfyn wehrt sich gegen den Verlust der Poststelle. Der Fall liegt bei der Aufsichtskommission. (Bild: Reto Martin)

In der Schweiz sind die letzten 15 Jahre mehr als die Hälfte der Poststellen verschwunden. Noch härter traf es die Ostschweiz: Im Thurgau und in den beiden Appenzell sind zwei von drei Poststellen verlorengegangen.

Der Präsident der Thurgauer Gemeinden, Kurt Baumann, spricht von einem Kahlschlag, der die Dörfer im Innersten treffe. Der Thurgauer Volkswirtschaftsdirektor, Kaspar Schläpfer, ortet einen «gnadenlosen Abbau von Poststellen». Er ruft die Gemeinden auf, sich mit allen Mitteln zu wehren. Er selber intensiviert die Gespräche mit Post und Politik. Und sagt: «Wenn die Post nicht zur Vernunft kommt, muss man sie gesetzlich dazu zwingen.»

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 29. November.