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THURGAU: In Zeiten globaler Aufrüstung

An der GV der Offiziersgesellschaft Bodensee hielt der Kommandant der Thurgauer Panzerbrigade 11 einen Vortrag.
Brigadier Willy Brülisauer bei der Offiziersgesellschaft. (Bild: PD)

Brigadier Willy Brülisauer bei der Offiziersgesellschaft. (Bild: PD)

Rund 25 Mitglieder, diverse Gäste, Regierungsrätin Monika Knill und Nationalrat Christian Lohr nahmen an der diesjährigen Generalversammlung der Offiziersgesellschaft Bodensee in der «Seeburg» Kreuzlingen teil. Präsident Christof Richard richtete zur Einleitung ein paar persönliche Worte an die Anwesenden. Aufgrund der politischen Lage in der Türkei und in Syrien sowie der wirtschaftlichen Lage in Afrika erwarte er, dass die Flüchtlingsströme nicht abreissen werden. Ein Einsatz der Armee zur Unterstützung des Grenzwachtkorps sei deshalb nicht auszuschliessen. Er betonte, dass die Schweiz aber nicht von ihrer humanitären Tradition abkommen solle und Schutzbedürftigen weiterhin Schutz geben soll. Jedoch sei es wichtig, die Gesetze konsequent durchzusetzen. Die Armee sei dazu die strategische Reserve des Bundes.

Richard erinnerte daran, dass weltweit die Aufrüstung zunehme. Auch die Nato-Staaten kämen durch den neuen amerikanischen Präsidenten unter Druck, ihre Rüstungsausgaben zu erhöhen. Die Konsequenz für die Schweiz müsse sein, dass die sistierte Beschaffung der bodengestützten Luftverteidigung dringend wieder gestartet werde. Zudem brauche die Armee die fähigsten Soldaten und Kader, um ihren Auftrag zu erfüllen. Ein zu lösendes Problem sei, dass jedes Jahr rund 6000 Personen keinen Militär-, sondern Zivildienst leisten würden. Weiter sei es wichtig, dass die Verankerung der Armee in der Bevölkerung stark bleibe.

Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag des Kommandanten der Thurgauer Panzerbrigade 11, Brigadier Willy Brülisauer. Er verglich die Bestände zwischen früher und heute und zeigte auf, dass die Mittel auf einen Bruchteil gesunken seien.

Brülisauer schilderte auch seine persönliche Erfahrung von Übungen in der Schweiz. Von der Polizei bekomme er die Rückmeldungen, dass die Anzahl Einbrüche zurückgehe, sobald die Armeepanzer in einer Region stationiert seien. Er unterstrich jedoch, dass seine Panzer nicht eingesetzt würden, wenn der Luftraum nicht durch Flugzeuge und Flugabwehr am Boden geschützt sei. Diese kämen bald an ihr Lebensende. Aus diesem Grund sei es wichtig, sie in nächster Zeit zu erneuern. (pd)

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