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THURGAU: Hilfe für Menschen, die helfen wollen

Das Ziel von Sana-Job lautet, Stellensuchenden den Einstieg in Pflegeberufe zu ermöglichen. Eine Erfolgsgeschichte, wie die Verantwortlichen zum Fünf-Jahr-Jubiläum des Angebots sagen. Dabei müssen die Kandidaten eine gründliche Abklärung durchlaufen.
Larissa Flammer
«Experte» Christoph Hartmann informierte die Anwesenden mit einem Quiz über die Dienstleistung Sana-Job. (Bild: Reto Martin)

«Experte» Christoph Hartmann informierte die Anwesenden mit einem Quiz über die Dienstleistung Sana-Job. (Bild: Reto Martin)

Larissa Flammer

larissa.flammer@thurgauerzeitung.ch

Die Stiftung Zukunft Thurgau hilft Stellensuchenden beim Eintritt in die Arbeitswelt. In der Pflegebranche werden in naher Zukunft Arbeitskräfte fehlen. Also haben die Verantwortlichen der Stiftung vor fünf Jahren die Dienstleistung Sana-Job ins Leben gerufen. In diesem Bereich werden Stellensuchende explizit auf eine Arbeit im Pflegesektor vorbereitet.

Die Kandidaten werden über das RAV angemeldet. Sie durchlaufen zuerst eine umfangreiche Abklärung. Zuerst findet ein Motivationsgespräch statt. Einerseits werden dort die Sozial- und Selbstkompetenzen des Kandidaten ausgelotet. «Andererseits sprechen wir den Umgang mit dem Tod an, die unregelmässigen Arbeitszeiten und die Hygienevorschriften», erklärt Niklaus Zimmermann, Bereichsleiter Sana-Job. Er und seine Kollegen arbeiten im Gespräch auch mit Bildern. «Wir zeigen den Kandidaten, wie nahe sie den Menschen in diesem Beruf kommen.»

Viele Kandidaten sind ­geringqualifiziert

Der zweite Teil der Abklärung erfolgt in einer Schnupperwoche in einem Alters- oder Pflegeheim, auf die ein zweites Gespräch mit den Verantwortlichen der Institution folgt. 337 Personen sind in den fünf Jahren bisher zum Erstgespräch angetreten. Etwa 55 Prozent davon haben ein Praktikum begonnen. «Einige fliegen bei der Abklärung raus», sagt Zimmermann. Das entspreche dem volkswirtschaftlichen Sinn. Die Stiftung wolle Leute in den Pflegeberuf bringen, die eine Berufung in sich tragen und dann auch auf dem Beruf bleiben.

Die Menschen, die Hilfe von Sana-Job in Anspruch nehmen, stehen hauptsächlich in ihrer zweiten Lebenshälfte. «Sie bringen die nötige Lebenserfahrung und die Schlüsselkompetenzen für den Beruf mit», sagt Zimmermann. Viele seien geringqualifiziert. Manche haben einen Migrationshintergrund, andere kommen aus dem Verkauf oder dem Reinigungsbereich. Sie müssen die Bereitschaft mitbringen, während des Praktikums mindestens 50 Prozent zu arbeiten. Zusätzlich zum Praktikum besuchen die Kandidaten eine Aus- oder Weiterbildung, etwa den Lehrgang Pflegehelfer vom Schweizerischen Roten Kreuz.

Das Dienstleistungsangebot Sana-Job ist eine Erfolgsgeschichte, wie die Verantwortlichen an der Fünf-Jahr-Jubiläumsfeier am Donnerstag sagten. Etwa 65 Prozent der Kandidaten erhalten nach dem Praktikum eine Festanstellung. Die Job-Coaches der Stiftung unterstützen die Stellensuchenden nicht nur während des Praktikums, sondern auch danach bei der Bewerbung.

Ein Netzwerk in der ganzen Ostschweiz

Die Stiftung Zukunft Thurgau, die vom Kanton und dem Verband Thurgauer Gemeinden getragen wird, hat zusammen mit vielen Pflegeorganisationen im Thurgau, aber auch in den Kantonen St. Gallen und Zürich ein Netzwerk aufgebaut. Vertreter von einigen dieser Pflegeorganisationen kamen am Donnerstag zur Jubiläumsfeier auf dem Arenenberg zusammen. «Wir wollen uns hier austauschen, den Schulterschluss zwischen der Stiftung, den Arbeitgebern und anderen Partnern machen», sagte Niklaus Zimmermann vor den Gästen. Als «Experte» und Redner war das Weinfelder Multitalent Christoph Hartmann geladen. Auf humoristische Art und Weise stellte er das Konzept von Sana-Job vor. Sein Fazit: Menschen, die in einem Pflegeberuf tätig sind, gleichen einer eierlegenden Wollmilchsau.

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