Thurgau greift den Hoteliers unter die Arme

ROMANSHORN. Thurgau Tourismus will den Thurgauer Hoteliers helfen, ihr Angebot zu verbessern. «Wir sind eine der wenigen Destinationen, die an ihrem Produkt arbeitet», sagt Geschäftsführer Rolf Müller. Üblicherweise beschäftigen sich Tourismus-Organisationen nur mit der Vermarktung des bestehenden Angebots.

Merken
Drucken
Teilen

ROMANSHORN. Thurgau Tourismus will den Thurgauer Hoteliers helfen, ihr Angebot zu verbessern. «Wir sind eine der wenigen Destinationen, die an ihrem Produkt arbeitet», sagt Geschäftsführer Rolf Müller. Üblicherweise beschäftigen sich Tourismus-Organisationen nur mit der Vermarktung des bestehenden Angebots.

Müller stellte am Dienstag in Romanshorn ein Dreistufen-Programm vor, das über regelmässige Treffen mit Erfahrungsaustausch über Erstellung eines eigenen Businessplans bis zur beratenden Unterstützung reicht. Das Motto lautet «Lancierung Ihrer touristischen Zukunft».

Als Beispiel für ein derart verbessertes Angebot nennt Müller «Juckers Linde» in Tägerwilen, das sich als kleines individuelles Seminarhotel positioniert hat.

Angesprochen sind 85 Hotels

Angesprochen sind Betriebe mit mindestens acht Gästezimmern. Davon gibt es circa 85 im Kanton Thurgau. Die Teilnahme ist kostenlos. Ziel ist, dass sich die Hoteliers nach einem Jahr selber führen können und Thurgau Tourismus nur noch begleitend in Erscheinung tritt.

Für Hotels, die bereits über ein qualitativ hochwertiges Angebot verfügen, könne die Teilnahme wegen der damit verbundenen Vernetzung wichtig sein, sagt Müller, «im Thurgau gibt es keinen Hotelierverein».

Unterstützt vom Kanton Thurgau baut Thurgau Tourismus seit 2012 eine sogenannte Destinationsmanagement-Organisation (DMO) auf. Basierend auf einer Potenzialanalyse wurde eine Fachstelle für Beherbergung geschaffen. Diese bietet Potenzialanalysen in den Betrieben und Beratung bei der Angebotsgestaltung an.

Die Nachfrage ist allerdings gering. Laut Müller ist die «Beratungsresistenz der Leistungsträger im Kanton Thurgau» sehr hoch. Immerhin sei erfreulich, dass das für einen wirksamen Einsatz von Fördermitteln unerlässliche Vertrauen erarbeitet werden konnte. Mit dem neuen Angebot will Müller nun «Nägel mit Köpfen» machen. (wu)