Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

THURGAU: Frühfranzösisch-Debatte: Auf neue Grossratspräsidentin wartet ein «Knüller»

Kaum im Amt, muss die neu gewählte Präsidentin Heidi Grau die entscheidende Frühfranzösisch-Debatte managen. Sicher ist: Gesungen wird diesmal nicht.
Christian Kamm
Heidi Grau-Lanz bei ihrer ersten Grossratssitzung als neu gewählte Präsidentin. (Bild: Andrea Stalder)

Heidi Grau-Lanz bei ihrer ersten Grossratssitzung als neu gewählte Präsidentin. (Bild: Andrea Stalder)

Heidi Grau, Sie leiten am Mittwoch Ihre zweite Sitzung als Grossratspräsidentin. Wegen des Frühfranzösisch wird die halbe Schweiz zuschauen. Lampenfieber?
Man macht sich schon seine Gedanken, wie das etwa ablaufen könnte. Lampenfieber? Nein, das wäre übertrieben. Eigentlich freue ich mich, dass es mit dem Grossratspräsidium jetzt richtig los geht. Und erst noch mit einem richtigen Knüller.

Ein solcher medialer Grossaufmarsch ist im Grossen Rat selten. Sie müssen bei einem hoch umstrittenen Thema die Zügel in der Hand halten. Da kann vieles schief gehen.
Das hoffe ich mit einer guten Vorbereitung zu vermeiden. Auch ist die Anzahl Anträge, die gestellt werden dürften, überschaubar. Allerdings weiss man nie, wie kreativ meine Grossratskolleginnen und -kollegen zusätzlich noch sein werden.

Letztes Mal hat ein Kantonsrat am Rednerpult auf Französisch gesungen. Erwarten Sie wieder solche Sondereinlagen?
Ich hoffe es nicht und gehe davon aus, dass die Kolleginnen und Kollegen wissen, dass wir ein Parlament sind, also miteinander reden. Es ist falsch, sich nur wegen der medialen Aufmerksamkeit so etwas herauszunehmen. Ganz ausschliessen kann man das nie. Die Kreativität kann, wie erwähnt, sehr gross sein. Ob man damit gut ankommt, muss jeder selber entscheiden. Ich meine aber, dass es das letzte Mal nicht sehr goutiert worden ist.

Bei Sängern spricht die Parlamentspräsident Heidi Grau ein Machtwort?
Ja. Sehr schnell. Es darf nicht sein, dass man dieses Thema so zur Schau zu stellen versucht. Das hatten wir jetzt in der ersten Lesung. Von mir aus gesehen muss sich das in der zweiten nicht wiederholen. Ich zähle hier auf die Vernunft der Parlamentarierinnen und Parlamentarier.

Gab es eine Sondersitzung des Ratsbüros, um sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten?
Nein, das war courant normal. Es hat im Grossen Rat von den parlamentarischen Abläufen her gesehen schon viel komplexere Geschäfte gegeben als in diesem Fall.

Die Abstimmung könnte sehr eng werden. Ein Patt ist denkbar. Was dann?
Dann liegt es an mir, den Stichentscheid zu fällen. Das ist so. Das wäre dann ein noch speziellerer Auftakt für mein Amtsjahr.

Sie allein entscheiden, ob der Kanton Thurgau das Frühfranzösisch abschafft.
Wenn es so wäre, dann wäre es so. Meine Haltung kennt man ja bereits.

Nämlich?
Ich bin klar fürs Frühfranzösisch. Wir sollten unseren Kindern diese Chance nicht nehmen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.