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THURGAU: Die Schützen zielen auf Professionalisierung

Der Thurgauer Kantonalschützenverband hat erstmals einen Geschäftsführer. Er heisst Roland Rau und ist unter den Zielsicheren ein alter Bekannter.
Christof Lampart
Roland Rau Geschäftsstellenleiter Schützenverband (Bild: Christof Lampart)

Roland Rau Geschäftsstellenleiter Schützenverband (Bild: Christof Lampart)

THURGAU. Was lange gut war, kann morgen schon nicht mehr genügend sein. Aus dieser Erkenntnis heraus, sprachen sich die Delegierten des Thurgauer Kantonalschützenverbandes (TKSV) am 12. März nach einer intensiven Diskussion für die zeitnahe Schaffung einer Geschäftsstelle mit einem Pensum von 30 Stellenprozenten aus. Die Verbandsführung sollte professionalisiert werden, lautete die Vorgabe.

«Ein bisschen komisch war das Vorstellungsgespräch»

Neun Personen meldeten sich auf die ausgeschriebene Stelle – darunter auch Roland Rau aus Wuppenau. Für den aktiven Schützen und langjährigen Schiesssportfunktionär war die Stellenausschreibung «wie gemalt für mich». Dennoch sass nicht nur der 61-Jährige mit einem mulmigen Gefühl seinen ehemaligen Vorstandskollegen im TKSV gegenüber, als es zum Einstellungsgespräch kam. Auch die Gegenseite sei sich «ein bisschen komisch vorgekommen.» Für Rau wenig verwunderlich, denn bis vor kurzem war er der Amtsälteste im TKSV-Vorstand. «Da kam in der Runde schon schnell einmal die Frage auf, was sie mich fragen sollten, um meine Eignung zu überprüfen.»

Der Wuppenauer sieht sich in seiner neuen Funktion vor allem als Ansprechpartner für die Schützen und die Vereine. Rau will dazu beitragen, dass der Kantonalvorstand entlastet wird. Denn er weiss selber, wie viel dieser in den letzten Jahren zu tun hatte, gehörte er doch bis zur Delegiertenversammlung 2014 diesem an. Insgesamt habe der TKSV-Vorstand vor der Schaffung der Geschäftsstelle jährlich rund 3500 ehrenamtliche Präsenzstunden absolviert; davon entfielen 80 bis 100 auf den Präsidenten – monatlich. Mit dem Ja zur Geschäftsstelle soll nun der zeitliche Aufwand des Vorstandes auf rund 2600 Stunden reduzieren werden. «So wie bis jetzt konnte es nicht mehr weitergehen. Immer wenn einer eine Frage hatte, auf die er keine Antwort wusste, dann hat man sofort den Müller angerufen», erinnert Rau. Mittlerweile klingelt das Telefon häufiger bei Geschäftsführer Rau als beim TKSV-Präsidenten Hubert Müller.

Nebenbei Funktionär geblieben

Rau verfasst das Protokoll an den Vorstandssitzungen, organisiert die Versammlungen und bestellt die benötigten Auszeichnungen. «Es gibt immer etwas zu tun – und ich geniesse es, weil ich es mit meinem Hobby, dem Schiessen, verbinden kann», sagt Rau. Doch ganz kann der engagierte Schütze nicht vom Funktionärsdasein lassen. Zum einen präsidiert er die Sponsorenvereinigung des TKSV und zum anderen kam er im März zu nationalen Ehren. «Ich wurde angefragt, ob ich es mir vorstellen könnte, neuer Feldchef beim Schweizer Schiesssportverband zu werden. Und da habe ich halt ja gesagt», schildert Rau. Dass der TKSV mit ihm einen Schuss ins Schwarze getroffen hat, steht wohl ausser Frage.

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