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THURGAU: Der Thurgau wächst nach oben

Dass verdichtetes Bauen im Thurgau vereinfacht wird, löst grundsätzlich positive Reaktionen aus. Doch in Kreuzlingen kommt die Anpassung schlecht an. Man wünscht sich eine auf die Stadt angepasste Lösung.
Larissa Flammer
Der Regierungsrat vereinfacht in Thurgauer Zentrumslagen das Bauen in die Höhe. (Bild: Reto Martin)

Der Regierungsrat vereinfacht in Thurgauer Zentrumslagen das Bauen in die Höhe. (Bild: Reto Martin)

Vor allem in Zentrumslagen im Thurgau wird die Möglichkeit des verdichteten Bauens verbessert. An der heutigen Regelung für den Bau von höheren Häusern war Kritik laut geworden. «Das verdichtete Bauen war ziemlich schwierig, da bei höheren Häusern auf den Schattenwurf geachtet werden musste. Die Änderung verhilft uns zu einer gewissen Flexibilität», sagt Martin Salvisberg, Stadtammann von Amriswil. «Es gibt deshalb ja noch lange keinen Wildwuchs.» Der Thurgauer Regierungsrat hat unter anderem die Definitionen der höheren Häuser und der Hochhäuser neu geregelt. Bei den höheren Häuser fällt zudem die Schattenwurfregelung weg (Ausgabe vom Freitag).

«Ich finde das grundsätzlich sehr positiv. Es erleichtert die Vorgehensweise», sagt der Arboner Stadtpräsident Andreas Balg. Verdichtetes Bauen – auch in die Höhe – sei in Arbon durchaus ein Thema. «Es meiner Meinung nach aber richtig, dass für Hochhäuser weiterhin ein Gestaltungsplan nötig ist.» Balg denkt dabei an das Bauprojekt für die Nachfolge des Hotels Metropol am See in Arbon, das gut 40 Meter hoch werden soll.

Der gleichen Meinung ist auch Kurt Egger, Präsident der Grünen Thurgau und Kantonsrat: «Bei Hochhäusern bin ich skeptisch. Es ist gut, dass dafür weiter ein Gestaltungsplan eingereicht werden muss. Es gibt nur ganz wenige Orte im Thurgau, wo ein Hochhaus hin passt und wo ein solches auch Sinn macht.» Grundsätzlich steht Egger der angepassten Verordnung aber positiv gegenüber. «Zum verdichteten Bauen gehört höheres Bauen halt auch dazu.» Dadurch, dass mit dieser Bauweise mehr Menschen auf der gleichen Fläche wohnen können, würden aber auch Freiräume entstehen. «Ich erwarte von den Gemeinden, dass sie diesen öffentlichen Räumen Sorge tragen und sie aufwerten», sagt der Politiker. Damit solle die Qualität der Gemeinden verbessert werden.

«Das bringt alles durcheinander»

Überhaupt nicht glücklich mit den Anpassungen ist Andreas Netzle, Stadtpräsident von Kreuzlingen. «Wir haben erst gerade ein auf Kreuzlingen angepasstes Konzept für höheres Bauen eingereicht. Und während dieses in der Bewilligungsphase ist, ändert jetzt plötzlich die übergeordnete Verordnung.» Das sei mühsam und bringe alles durcheinander. «Wir wollten eine differenzierte Lösung, da Kreuzlingen eine besondere Lage hat», sagt Netzle. Sie hätten die ganze Stadt in Zonen eingeteilt und dabei zwischen Bauten bis 25 Meter und bis 28 Meter unterschieden. Die neue Verordnung spreche jetzt bei höheren Häusern von einer Maximalhöhe von 30 Metern. «Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und überlegen, was wir tun. Eventuell müssen wir auch die Möglichkeit ins Auge fassen, die neue Rechtsgrundlage anzufechten, damit wir für Kreuzlingen unsere differenzierte Lösung nutzen können.»

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