THURGAU: Braten, backen, bewerten

Bei «Mini Beiz, dini Beiz» von SRF dreht sich nächste Woche alles um den Thurgau. Fünf Beizer wollen gewinnen - mit Felchentartar und Biberli-Mousse.

Daniela Ebinger
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Andrea und Urs Brüllmann vom Restaurant Sonne in Lengwil mit Tochter Lea. (Bild: Daniela Ebinger)

Andrea und Urs Brüllmann vom Restaurant Sonne in Lengwil mit Tochter Lea. (Bild: Daniela Ebinger)

THURGAU. «Roger kam an einem Sommerabend zu Besuch und teilte uns mit, dass wir bei der Sendung teilnehmen können», sagt Andrea Brüllmann. Für das Wirteehepaar kam die Anmeldung bei der SRF Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» überraschend, denn Stammgast Roger Hörler meldete das Restaurant Sonne heimlich an. Nächste Woche kämpfen sie und vier weitere Thurgauer Gaststätten um den Titel der besten «Beiz» der Region. Bei der Sendung mit dabei sind diesmal das Brauhaus Sternen in Frauenfeld, das Restaurant Schiff aus Romanshorn und die Pizzeria das Rote Haus in Landschlacht. Ebenso erhält das Gasthaus Sonne aus Lengwil und das Seehotel Schiff aus Mannenbach bei Salenstein (siehe Interview mit Antonio Oliveira) einen Auftritt in der Sendung.

Gute Werbeplattform für das Gasthaus

Die fünf teilnehmenden Lokale werden von den jeweiligen Stammgästen vorgestellt. Gedreht wurde Anfang September. Als das Fernsehteam anrief, entschieden sich Andrea und Urs Brüllmann sofort für die Teilnahme. «Wir mussten uns schnell entscheiden, aber das fiel uns nicht schwer, denn eine bessere Werbeplattform bekommt man nicht so einfach wieder vor die Tür gesetzt», sagt Brüllmann. Sie servieren ihren Gästen zum Apéro einen Iselisberger Weisswein mit Felchentartar-Brötchen. Im Restaurant Sonne begannen die Dreharbeiten um 13.30 Uhr und endeten kurz vor Mitternacht. «Es brauchte mehrere Anläufe, bis alles im Kasten war», sagt Andrea Brüllmann. Sie hat die Sendung schon oft gesehen und bekam nun Einblick hinter die Kulissen. «Es war ein spannender, aber anstrengender Tag, und wir sind gespannt, wie unserer Gaststube in der Sendung präsentiert wird.»

Thomas Schwarz vom Restaurant Schiff in Romanshorn wurde für die Teilnahme vom SRF direkt angefragt. Als Stammgast fragte Schwarz Daniel Enderle aus Neuwilen an, der freudig zusagte. Auf die Dreharbeiten hat Schwarz sich überhaupt nicht vorbereitet. «Es soll authentisch sein und das Angebot darstellen, das wir immer haben», sagt der Gastgeber. Seine Sendung war in neun Stunden im Kasten. Doch auch er fand es «happig».

Es muss nicht immer Wein sein

«Wir zeigen, dass es zu gutem Essen nicht immer Wein sein muss», sagt Stefan Mühlemann vom Brauhaus Sternen Frauenfeld. Bier sei gross im Trend. Er will mit seiner Teilnahme bei der Sendung einen Betrieb zeigen, der mehr als nur Gastronomie zu bieten hat. Sie brauen das Bier selber, halten Seminare über das Brauen, bieten Führungen und Degustationen an. Bier begleitet wie ein roter Faden seine Sendung. Er verrät: «Wir haben im November das Thema Schweizer Klassiker, und dementsprechend wählten wir das Menu.» Rindsschmorbraten mit Kartoffelstock und Rüebligemüse – zum Dessert Biberli-Mousse.

Der Stammgast Schösu Huber besucht die Gaststube mehrfach in der Woche – und das schon seit Jahren. Stefan Mühlemann fand die Dreharbeiten wie alle anderen Teilnehmer spannend – aber auch anstrengend. Das Brauhaus überträgt ihre Sendung am Montag live auf einer Grossleinwand und schenkt den Gästen Freibier aus.

SRF fragte Aldo Notarnicola vom Roten Haus in Landschlacht bereits das zweite Mal an. «Das erste Mal war für mich kein guter Zeitpunkt», sagt der Pizzaiolo. Diesmal stimmte es für ihn. Den Apéro für die Filmgäste servierte er auf der Terrasse. «Es musste alles so schnell gehen, und das sind wir Italiener nicht gewohnt», sagt er mit einem Grinsen. Viel musste auch improvisiert werden, aber das sei er gewohnt. «Es war eine gute Atmosphäre – so wie bei einem richtigen italienischen Fest.»

«Mini Beiz, dini Beiz» aus dem Thurgau wird vom 7. bis 11. November jeweils ab 18.15 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

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