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THURGAU: Auch mit langen Haaren dein Freund und Helfer

Polizistinnen der Kantonspolizei Thurgau dürfen mit lackierten Fingernägeln zum Dienst erscheinen, Polizisten dürfen Bart und lange Haare tragen. Das Erscheinungsbild darf dem Ansehen der Polizei aber nicht schaden.
Larissa Flammer
Im Kanton Thurgau dürfen sowohl Polizistinnen als auch Polizisten lange Haare tragen. (Bild: Benjamin Manser)

Im Kanton Thurgau dürfen sowohl Polizistinnen als auch Polizisten lange Haare tragen. (Bild: Benjamin Manser)

In Genf gilt für Polizisten die Pflicht, «den Dienst frisch rasiert anzutreten, ohne Bart oder lange Koteletten». Jetzt soll die Vorschrift dort überarbeitet werden. Da ein Angehöriger der Polizei bereit war, bis vor Gericht zu gehen, um mit Bart arbeiten zu dürfen. Die Polizeichefin hat sich daraufhin bereit erklärt, das Anliegen zu prüfen.

Im Kanton Thurgau haben Polizisten wenig Grund, für ihr Erscheinungsbild vor Gericht zu ziehen. Für die meisten Bereiche gibt es keine Einschränkungen. «Den Polizisten ist es gestattet, einen Bart und einen Schnurrbart zu tragen», teilt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage mit. Da es zur Länge keine Weisung gibt, darf es grundsätzlich auch ein zehn Zentimeter langer Vollbart sein. «Er muss aber gepflegt aussehen», sagt Graf.

Auch die Haare von Polizistinnen wie auch von Polizisten dürfen gemäss Vorschrift bis über das Gesäss fallen. Haargummis sind ebenfalls keine Pflicht, das Zusammenbinden von langen Haaren werde «aus praktischen Gründen aber empfohlen respektive erwartet».

Tattoos und Piercings müssen abgedeckt sein

Weibliche Angehörige der Kantonspolizei Thurgau dürfen sich für den Dienst zurecht machen, wie sie wollen. Weder zu farbigen Fingernägeln noch zu Make Up im Gesicht gibt es Vorschriften. «Die Schminke sollte aber dezent sein», heisst es. Die Kleidung jedoch ist für Polizisten ihrem Auftrag gemäss vorgegeben. Die Uniform ist Pflicht, Frauen und Männer tragen dieselben Teile.

Die einzige Einschränkung neben der Uniform betrifft den Körperschmuck: «Sicht- oder erkennbare Tätowierungen sind während der Arbeitszeit abzudecken, Piercings im Gesicht und auf der Zunge sind zu entfernen.» Auch Skinplates, Cuttings oder Brandings müssen die Polizeiangehörigen abdecken. Skinplates sind kleine Schmuckstücke, die – ähnlich wie Piercings – auf der Haut befestigt sind. Cuttings sind absichtlich zugefügte Narben auf der Haut, die der Zierde dienen, beim Branding werden solche Ziernarben in die Haut gebrannt.

Die Vorschriften zum Erscheinungsbild von Thurgauer Polizisten bestehen schon seit mehreren Jahren, Anpassungen sind derzeit nicht geplant. Zum Zweck der Vorschriften sagt Matthias Graf: «Das Erscheinungsbild der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei muss mit dem Auftrag übereinstimmen und darf dem Ansehen der Kantonspolizei Thurgau nicht schaden.» Polizistinnen und Polizisten müssen daher laut Graf mit einem gepflegten Erscheinungsbild zur Arbeit erscheinen.

Tattoos und Piercings seien Geschmackssache, sagt Graf. Ob ein Tattoo als störend empfunden werde, hänge zum Beispiel von der Grösse, der Farbe oder dem dargestellten Motiv ab. «Die Frage ist dann, wo die Grenze zu ziehen ist. Deshalb gilt bei uns die Vorschrift einheitlich für alle sichtbaren Tattoos und Piercings.» Probleme mit den Vorschriften zum Erscheinungsbild hat es bei der Thurgauer Polizei nie gegeben. «Die Polizisten halten sich an unsere Vorstellungen», sagt der Mediensprecher.

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