Thur Milch Ring AG geht vor Obergericht

FRAUENFELD. Die Thur Milch Ring AG ist mit dem Urteil des Bezirksgerichts Frauenfeld unzufrieden und zieht den Fall ans Obergericht weiter.

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Mitte Dezember gab das Bezirksgericht Frauenfeld den drei Milchlieferanten in allen Punkten recht und verpflichtete die Thur Milch Ring AG, den drei Bauern entsprechend ihren Milchlieferungen 3009 Franken, 2225.20 Franken beziehungsweise 2098 Franken nachzubezahlen. In der Urteilsbegründung steht, dass die drei Milchbauern ihre Lieferverträge fristgerecht gekündigt hätten.

Kriterien nicht festgelegt

Die drei Milchlieferanten gingen bei ihrer Kündigung davon aus, dass ihnen die Bonuszahlung von 0,5 Rappen pro Kilogramm Milch zustehe. Sie hielten vor Gericht fest, dass die Kriterien für die Bonuszahlungen weder mündlich noch schriftlich festgelegt worden waren. An keiner der Generalversammlungen der Thur Milch Ring AG sei angesprochen worden, dass austretende Mitglieder keine Bonuszahlungen erhalten würden.

Milchbauern enttäuscht

Die drei Milchlieferanten zeigen sich enttäuscht, dass die Thur Milch Ring AG das Urteil an die nächsthöhere Instanz weiterzieht. Sie sind der Meinung, dass das Urteil des Bezirksgerichts Frauenfeld gut begründet sei, und stellen fest, dass die Gerichtskosten den Schadenanspruch der drei Milchbauern übersteigen.

Auf Anfrage wollte Roland Werner, Verwaltungsratspräsident der Thur Milch Ring AG, weder bestätigen noch dementieren, dass die Thur Milch Ring AG in dieser Angelegenheit an das Thurgauer Obergericht gelangt sei.

Mario Tosato

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