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THUNDORF: Rosige Finanzen im Tuenbachtal

Über dem Dorf scheint nicht nur meteorologisch die Sonne. Die Gemeinde wächst langsam, aber stetig und steht finanziell auf gesunden Beinen. Auch deshalb senkte die Behörde kürzlich den Steuerfuss.
Samuel Koch
Vom Kirchbergerbühl lässt sich das ganze Dorf bis zum Immenberg überblicken. (Bild: Reto Martin)

Vom Kirchbergerbühl lässt sich das ganze Dorf bis zum Immenberg überblicken. (Bild: Reto Martin)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Die Gemeinde hat sie kommen sehen, zumindest der Gemeinderat. Denn seit Jahren verziehen sich die Wolken über dem Thundorfer Finanzhimmel, weshalb der Gemeinderat an der Bechtelisversammlung von Mitte Januar eine Senkung des Steuerfusses um fünf Prozent vorgeschlagen hat. Einstimmig genehmigte der Souverän den neuen Steuerfuss bei neuerdings 52 Prozentpunkten bei einem Gesamtaufwand von 4,08 Millionen Franken und einem marginalen Gewinn von 32000 Franken. «Wenn es ums Geld geht, bläst der Tenor der Thundorferinnen und Thundorfer meistens in die gleiche Richtung wie derjenige der Behörde», sagt ein zufriedener Gemeindepräsident Alois Hersche.

Die Steuersenkung möglich gemacht haben einerseits die rückläufigen Schulden, die in der Rechnung 2016 erstmals seit der Einheitsgemeinde vor 23 Jahren unter eine Million Franken gesunken sind. Früher habe man sich sicher auch bemüht, gibt Hersche zu bedenken. Jetzt sei aber eine andere Zeit, «und wenn es uns jetzt gut geht, kann man den Einwohnern auch etwas geben». Entgegen dem Rückgang der Schulden stieg andererseits das Eigenkapital vor allem jüngst wegen des Gewinns aus dem Landverkauf Ildbach stark an.

Investitionen trotz weniger Steuerkraft

Der Gemeinderat stand einstimmig hinter einer Steuersenkung. Ohne die Anpassung stünde der prognostizierte Gewinn bei rund 162000 statt bei 32000 Franken, womit ein Steuerprozent in Thundorf einem Fiskalertrag von rund 26000 Franken gleichkommt. Dank dem «angehäuften Eigenkapital» lassen sich laut Hersche «trotz Steuersenkung wichtige Investitionen auch in naher Zukunft tätigen». So rechnet die Behörde im laufenden Jahr mit Investitionen in Höhe von 1,48 Millionen Franken. Mit über zwei Dritteln fliesst der Grossteil in die Erneuerung der Wasserversorgung. «Es ist wichtig, die Infrastruktur laufend à jour zu halten», meint Hersche.

Und auch die Prognosen zur Dorfentwicklung zeigt eine rosige Zukunft. Am Lindenweg, bei der Landi und auch im Dorfzentrum entstehen einige Wohnungen. «Es gibt diverse Rechenszenarien», meint Hersche. Bis im Jahr 2035 könnte die Einwohnerzahl von heute 1450 um rund einen Fünftel ansteigen. Hersche hebt aber gleichzeitig den Mahnfinger. «Damit könnten auch die Bedürfnisse steigen.»

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