THUNDORF: Nächstes Traktandum: Treffen mit Salt-Chef

Die Auflage der Planungszone Mobilfunkantennen ist vorbei. Damit hat die Gemeinde den ersten Antrag der Handyantennen-Gegner erfüllt. Der nächste steht bevor.

Samuel Koch
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Das aufgestellte Visier beim Entsorgungsplatz zeigt die Dimensionen der geplanten Salt-Mobilfunkanlage. (Bild: PD)

Das aufgestellte Visier beim Entsorgungsplatz zeigt die Dimensionen der geplanten Salt-Mobilfunkanlage. (Bild: PD)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Es geht vorwärts im Knatsch um die geplante Mobilfunkanlage beim Thundorfer Entsorgungsplatz. Einer von vier Anträgen der «IG lebenswertes Thundorf» ist erfüllt, zwei weitere sind in der Umsetzungsphase. Die IG-Mitglieder wehren sich dagegen, dass in der 1400-Seelen-Gemeinde nach Antennen von Swisscom und Sunrise auch eine von Salt gebaut werden kann. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im März haben sämtliche vier Anträge eine Mehrheit gefunden (unsere Zeitung berichtete).

Mit der Einberufung einer paritätischen Kommission ist einer der vier Anträge bereits umgesetzt. Zuletzt legte die Gemeinde eine Planungszone Mobilfunk-Antennenanlagen öffentlich auf, womit der zweite Antrag erfüllt werden würde. Die Zone soll regeln, wo in Zukunft Mobilfunkanlagen auf dem Thundorfer Gemeindegebiet gebaut werden dürfen. «Trotz Einsprachen sind wir mit der Planungszone auf einem guten Weg», sagt Gemeindepräsident Alois Hersche. Mit einer definitiven Einführung der Planungszone dürfte aber gerade nach dem Hickhack um die örtlichen Baureglemente frühestens in zwei Jahren gerechnet werden. «Wir beauftragen jetzt ein Planerbüro und werden dann den Vorschlag dem Kanton zur Prüfung schicken», sagt Hersche.

Für die erste Sitzung der paritätischen Kommission

Generell sei die Planungszone Zukunftsmusik, viel wichtiger sei jetzt, sich endlich mit Vertretern von Salt zu treffen. «Eine Delegation der Gemeinde hat Ende Juli einen Termin mit CEO Andreas Schönenberger», meint Hersche. Davon erhofft er sich, die offenen Fragen der IG, aber auch aus der Gemeinde zu klären. «Die Erkenntnisse bringen wir dann Anfang August in die erste Sitzung der paritätischen Kommission ein, die von Gemeinderat Felix Jenni geleitet wird», meint Hersche. Trotz bevorstehendem Austausch mit Salt glaubt Hersche nach wie vor, dass der Entsorgungsplatz der richtige Ort für eine Handyantenne ist. Salt vertröstet unsere Zeitung auf Informationen in der kommenden Woche. Unabhängig vom Ausgang der Gespräche ist beim Bundesgericht eine Beschwerde der Gärtnerei Küng hängig.