THUNDORF: Minus wegen sinkender Nachfrage

Die Spitex Matzingen-Stettfurt-Thundorf hat im vergangenen Jahr etwas weniger arbeiten müssen. An der Jahresversammlung wurden zudem mehrere langjährige Pflegerinnen verdankt.

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In seinem Jahresbericht hob Präsident Matthias Näpflin am vergangenen Freitagabend das gute Einvernehmen mit den drei ­Gemeindebehörden hervor. Letztere wie auch der Spitex-Verein selbst konnten sich an einer Tagung zum Thema «Zukunft der hauswirtschaftlichen Leistungen der Spitex» überzeugen, wie wertvoll die Abstimmung der Hauspflege mit der Krankenpflege ist. Die Grundlage dazu bot die gleichnamige Studie der Hochschule Luzern. Die Unterstützung in den alltäglichen Bereichen bewahre die Selbststän­digkeit der Klienten, und die qualifizierten Fachfrauen können frühzeitig auf soziale und körperliche Veränderungen eingehen, so die Studie.

Insgesamt über 7200 Stunden im Einsatz

Die Betriebsleitern Eva Mauchle Walliser sah sich mit einem unstetigen Arbeitsverlauf konfrontiert. Anfang Jahr wurde die Krankenpflege intensiv beansprucht, sank dann aber Mitte Jahr deutlich, so dass gegenüber dem Vorjahr 726 Stunden weniger anfielen. Insgesamt waren die Spitex-Frauen 7228 Stunden für 76 Frauen und 43 Männer im Einsatz. Über die Hälfte der Dienste konnten als kassenpflichtige Pflegeleistungen abgerechnet werden. Abgänge im Team der Hauspflege konnten mit Christine Oswald und Marlies Graber und bei der Krankenpflege durch Esther Grundbacher besetzt werden.

Die ausgebliebenen Mitgliederbeiträge und der Rückgang der beanspruchten Stunden hinterlassen ihre Spuren in der Jahresrechnung. Bei einem Aufwand von 689700 Franken resultierte ein Verlust von rund 30700 Franken. Zudem wurden die Gemeindebeiträge seit 2015 reduziert, weil es nicht sachdienlich sei, das Eigenkapital zu äufnen, das noch bei rund 132000 Franken liegt. Das Budget 2017 sieht einen ­Gewinn von 12500 Franken vor, bei einem Mitgliederbeitrag von 50 Franken pro Haushalt.

In seiner Grussbotschaft dankte Gemeindepräsident Alois Hersche dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen für ihren Dienst in der Gemeinschaft. Vizepräsidentin Gabi Koch kam die Ehre zu, den Einsatz von Vreni Zaugg und Erika Schweingruber zu würdigen und mit einem Geschenk zu verabschieden. Ein besonderer Dank ging auch an Esther Kübler als scheidende Rechnungsrevisorin und Claudia ­Ulrich für die Betreuung vom «Spitex-Kafi» im Gsat-Haus.

Im Anschluss an den offiziellen Teil sensibilisierte Hörsystemakustiker Hansruedi Nägeli die Anwesenden für den Umgang mit Hörminderungen. Die vollständige Wahrnehmung durch das Ohr gehöre zur persönlichen Lebensqualität. Wer sich ein Hörziel setze, der soll und kann sich an Fachpersonen wenden.

Werner Ulrich

frauenfeld

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thurgauerzeitung.ch