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THUNDORF: Diskussionen um Handyantenne

Die Bechtelisgemeinde weist einen Kredit über 160000 Franken für den Hochwasserschutz in Aufhofen zurück. Am Ende kam auch der geplante Mobilfunkmast erneut aufs Tapet.
Werner Ulrich
Das Bauvisier markiert die geplante Handyantenne bei der Entsorgungsanlage an der Matzingerstrasse. (Bild: Reto Martin (19. Oktober 2017))

Das Bauvisier markiert die geplante Handyantenne bei der Entsorgungsanlage an der Matzingerstrasse. (Bild: Reto Martin (19. Oktober 2017))

Werner Ulrich

frauenfeld

@thurgauerzeitung.ch

Gemeindepräsident Alois Hersche streifte in seiner Begrüssungsansprache die Schwerpunkte des politischen Jahrs in Thundorf. Die Erschliessung des Wohngebietes am Lindenweg und die Vollsanierung der Dorfstrasse seien ein sichtbares Zeichen. Für die Öffentlichkeit nicht sichtbar seien drei hängige Rechtsverfahren: Ein Rekurs gegen die aufgelegte Planungszone sowie die Anrufung des Bundesgerichts und eine Aufsichtsbeschwerde im Verfahren um den projektierten Antennenstandort beim Entsorgungsplatz hätten Zeit und Geduld gekostet.

Aufgrund von drei wesentlichen, durch Studien belegten Gefahrengebieten bei Hochwasser beantragte der Gemeinderat, am Aufhofnerbach bauliche Massnahmen vorzunehmen. Vorgesehen war ein Blankokredit über 160000 Franken. Aus Sicht eines stark betroffenen Grundeigentümers fehlten dazu sowohl ein detaillierter Plan als auch ein abgestimmter Kostenverteiler. Dem Rückweisungsantrag folgten 104 der 154 Anwesenden.

Neues Abfallreglement diskussionslos genehmigt

Der Gemeinderat legte für 2018 ein Budget mit einem Erfolg von 32000 Franken vor. Dieses basiert auf einem um fünf Punkte gesenkten Steuerfuss mit neu 52 Prozent, bei einem betrieblichen Aufwand von rund 4,08 Millionen Franken. Mit dem Eigenkapital von 3,4 Millionen Franken und Überschüssen in den Vorjahren sei die Steuersenkung zu verantworten. Da das Budget erstmals nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2 vorgelegt wurde, konnten keine Referenzzahlen der Vorjahre aufgeführt werden. Ohne Wortmeldungen goutierte die Versammlung den Voranschlag bei zwei Gegenstimmen. Auch zum neuen Abfallreglement kam keine Diskussionsfreude auf. Gemeinderätin Jovita Cavegn überzeugte mit dem Motto: Der Einzelne muss trennen, die Gemeinde die Reststoffe abführen.

Des Weiteren beantragte der Gemeinderat die Einbürgerung von vier Personen. Ein Mann mit italienischen Wurzeln und ein Vater mit zwei Kindern aus dem Irak. Die wenigen Erläuterungen zu den Gesuchstellern genügten, so dass die Versammlung sie mit einem Applaus als die neuen Thundorfer willkommen hiess.

Der Antrag des Gewerbevereins sieht vor, dass neue und einmalige Ausgaben über 500000 sowie wiederkehrende Geschäfte von 50000 Franken künftig an der Urne zu entscheiden seien. Der Antrag wurde diskussionslos mit der Gesamtrevision der Gemeindeordnung genehmigt.

Kündigung des Vertrags steht nicht zur Debatte

Erst mit dem Traktandum Verschiedenes lösten sich die Zungen. Einmal mehr kam die vorgesehene Handyantenne beim Entsorgungsplatz aufs Tapet. Die «Interessengemeinschaft lebenswertes Thundorf» präzisierte die in Vorprotokollen wiedergegeben Aussagen und weckte die Hoffnung, dass die Betreibergesellschaft für alternative Standorte gesprächsbereit sei, nachdem mit ihr Kontakte erfolgt seien.

Demgegenüber erläutere der Präsident der Findungskommission, Gemeindeart Felix Jenni, dass der Gemeinderat wegen den laufenden Rechtsverfahren die Kommissionsarbeit sistiert habe. Auch sei keine «Notbremse» vorgesehen, da nach dem Vorliegen der Rechtsentscheide der Gemeinderat sehr wohl mit der Betreibergesellschaft in Kontakt treten werde. Deswegen stehe heute die Kündigung des bis ins Jahr 2035 gültigen Vertrags nicht zur Debatte.

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