THUNDORF: Dickes Polster

Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn und besser als budgetiert ab. Dank günstiger Prognosen winkt eine baldige Steuersenkung. Zudem integrieren sich die Unterhaltskorporationen in den Werkbetrieb.

Samuel Koch
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Samuel Koch

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@thurgauerzeitung.ch

Kurz, knapp und knackig: Seit längerem konnte eine Thundorfer Gemeindeversammlung nicht mehr mit diesen Attributen beschrieben werden. Am Dienstagabend jedoch mussten sich die 128 Stimmberechtigten im Gemeindesaal trotz einem Dutzend Traktanden nur etwas länger als eine Stunde gedulden, bis Gemeindepräsident Alois Hersche die Versammlung wieder schloss.

Die Geschäfte «Landgeschäft für Parkplätze» sowie «Kauf Liegenschaft Frido Bachmann» strich Hersche gleich zu Beginn von der Liste. «Beim ersten sind wir noch nicht so weit, beim zweiten besteht das Kaufangebot an die Gemeinde nicht mehr», sagte er. Ein umfassenderes Gesprächsthema hingegen war die Rechnung 2016. Bei Gesamtausgaben von rund 4,15 Millionen durfte Hersche einen Gewinn von rund 480000 Franken präsentieren, budgetiert war ein Plus von knapp 30000 Franken.

Gewinn fürs Eigenkapital und Abschreibungen

Höhere Kosten im Personal- und Betreibungsaufwand sowie Abschreibungen konnten mit Unterstützungsgeldern und einem milden Winter und geringeren Winterdienstausgaben kompensiert werden. «Wir arbeiten stets kostenbewusst», sagte Hersche. Die Versammlung folgte dem Antrag des Gemeinderates und hiess Rechnung sowie Gewinnverwendung grossmehrheitlich gut. Demnach fliessen 130000 Franken ins Eigenkapital, das neu «eher sehr hohe» 3,44 Millionen Franken beträgt. Der restliche Gewinnanteil wird zusätzlich abgeschrieben, «das ist wichtig wegen der Umstellung auf HRM2», betonte Hersche. Für die kommenden Jahre prognostiziert die Gemeinde gute Finanzen. «Ob wir den Steuerfuss von 57 Prozentpunkten senken werden, hängt auch von Auswirkungen von HRM2 ab», meinte Hersche.

Gemeinderat arbeitet an neuer Gemeindeordnung

Gemeinderat Matthias Rickenbach stellte die Integrationspläne der drei Unterhaltskorporationen in die Politische Gemeinde vor. «Damit übernimmt letztere sämtliche Werke und Anlagen, arbeitet nach neuem Reglement und setzt eine Unterhaltskommission ein», sagte er. Die Integration fand eine klare Mehrheit. Ebenfalls genehmigte die Versammlung das revidierte Baureglement sowie eine Beteiligung an elektronischen Trefferanzeigen der Schützengesellschaften in Höhe von 65000 Franken. Zudem erklärte sie einen Antrag des Gemeinderates grossmehrheitlich für erheblich, die Gemeindeordnung anzupassen, dass grössere Investitionen zukünftig an der Urne entschieden werden.