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Thomas Böhni surft auf der grünen Welle nach Bern

Thomas Böhni tritt für die Grünliberale Partei in den Nationalrat ein. Eine grosse Überraschung für den 46-Jährigen, der nun in Bern erstmal auf Wohnungssuche gehen muss.
Sereina Capatt
Thomas Böhni: Er plante die Solarstromanlage auf der Gewerblichen Berufsschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Thomas Böhni: Er plante die Solarstromanlage auf der Gewerblichen Berufsschule Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. «Andere Kandidaten haben ihren Koffer bereits vor der Wahl gepackt. Ich muss mir erst mal ein Köfferchen kaufen», sagt Thomas Böhni und lacht. Mit der Wahl in den Nationalrat hat der 46-Jährige nicht gerechnet. Am Sonntagabend gab's dann auch eine grosse Feier im Restaurant «Leuen» in Weinfelden.

Bauernsohn wird Kantonsrat

Thomas Böhni ist in Stein am Rhein auf einem Bauernhof aufgewachsen. Er machte eine Lehre als Landmaschinenmechaniker und absolvierte parallel die Berufsmatura. Darauf studierte er Maschinenbau und machte ein Nachdiplomstudium in Biotechnologie. Vor 20 Jahren gründetet er eine Firma für Photovoltaik- und Solarstromanlagen, die er für sein Amt als Kantonsrat vor drei Jahren abgab. Heute berät und unterstützt er Solarstrom-Projekte.

Der Familienvater setzt auch privat auf Energiesparen. Er fährt einen VW-Golf und ist oft mit seinem Elektrovelo unterwegs. Der Vater von drei Teenagern lebt in einem Einfamilienhaus in Frauenfeld. Er ist geschieden, doch Zeit mit seinen Kindern zu verbringen ist nebst seinem eigenen Bio-Rebberg sein grösstes Hobby. «Wir gehen oft an den See baden und Kanu fahren.» Seit einiger Zeit versucht sich der Politiker auch im Surfen. Wie er Firma, Familie und Nationalrat unter einen Hut bringt, weiss er noch nicht. «Man sagte mir, ich brauche eine Wohnung in Bern», sagt Böhni. Darum hat er sich bislang noch nicht gekümmert.

Die Kinder kommen vor

Dass er das Pensum in seiner Firma herunterschrauben muss, fällt ihm schwer. «Ich liebe meinen Beruf und hätte deshalb auch nicht geweint, wenn's mit dem Nationalrat nicht geklappt hätte.»

Wer auf keinen Fall zu kurz kommen werde, seien seine Kinder. Seinen behinderten Sohn sehe er nur am Wochenende und diese wenige Zeit wolle er zukünftig mit ihm verbringen. Nie vergessen dürfe er, die zwei Hasen seiner Tochter über Nacht in den Stall zu bringen. «Das muss ich mir in die Agenda schreiben.»

In Bern will er sich dafür einsetzen, die Wirtschaft umweltverträglicher zu machen und übers Gesundheitswesen sprechen. Nächste Woche geht's in die Ferien nach Italien. «Und irgendwann möchte ich in einem Katamaran den Ozean überqueren.»

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