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Tendenziell eine Doppelturnhalle

Politisch-Hüttwilen rechnet im laufenden Jahr mit einem «verkraftbaren» Defizit. Ebenfalls auf der Traktandenliste der montäglichen Gemeindeversammlung standen eine Diskussion und Umfrage zum Turnhallenprojekt der Sekundarschule.
Mathias Frei
Nach der Gemeindeversammlung: Dieser Stimmbürger setzt seinen grünen Klebepunkt auf der Seite der Zweifach-Turnhalle. (Bild: Mathias Frei)

Nach der Gemeindeversammlung: Dieser Stimmbürger setzt seinen grünen Klebepunkt auf der Seite der Zweifach-Turnhalle. (Bild: Mathias Frei)

NUSSBAUMEN. Diskussionen gab es erst am Schluss – als schon alle Abstimmungen vorbei waren und es um das Turnhallenprojekt der Sekundarschulgemeinde Hüttwilen ging. Bis dahin war die Gemeindeversammlung unter Leitung des neuen Gemeindepräsidenten Hanspeter Zehnder glatt über die Bühne gegangen. Bei allen Abstimmungen folgten die 121 Stimmberechtigten in der Turnhalle Nussbaumen den Anträgen des Gemeinderats.

«Wir wollen Ihren Puls fühlen betreffend Sporthallenneubau der Sekundarschulgemeinde», sagte Gemeindepräsident Zehnder. Die Sek Hüttwilen muss ihre Turnhalle Burgweg sanieren. Es steht aber auch ein Neubau zur Diskussion. Mitte Dezember traf sich deshalb die Baukommission der Schulgemeinde mit dem Gemeinderat und Vereinsvertretern. Diskutiert wurde über vier Neubauvarianten: eine Einfachturnhalle in der bisherigen Grösse, eine grosse Halle, eine kleinere sowie eine grössere Zweifachturnhalle.

Wie der zuständige Gemeinderat Pascal Muggensturm erklärte, würde die grosse Einfachturnhalle den Bedürfnissen von Schule und Mittagstisch genügen. Nimmt man aber die Interessen der Vereine und des Massnahmenzentrums Kalchrain dazu, müsste es eine kleine Zweifachturnhalle sein.

Wie viel Geld von der Gemeinde?

Am Ende läuft es aufs Geld hinaus. Eine grosse Einfachturnhalle für vier bis fünf Millionen Franken würde die Sekundarschulgemeinde alleine stemmen können, bei der kleinen Zweifachturnhalle wäre eine grössere Beteiligung der Politischen Gemeinde bei den Baukosten von sechs bis sieben Millionen Franken gefragt. Beide Varianten liessen sich am bisherigen Standort realisieren. In der Diskussion wurden vor allem Stimmen laut für die kleinere Zweifachturnhalle. Dieses Stimmungsbild verfestigte sich nach der Versammlung, als jeder Stimmbürger auf einem Plakat einen grünen Punkt setzen konnte für die präferierte Variante. Wie Muggensturm erklärte, will die Behörde die Umfrage nun auswerten und allenfalls 2017 einen Antrag zu einer Baukostenbeteiligung präsentieren.

Gesunde Finanzen trotz Minus

Bei einem Aufwand von 5,52 Millionen Franken rechnet Hüttwilen im Budget 2016 mit einem Defizit in Höhe von 177 000 Franken. Angesicht des «gesunden Eigenkapitals» von voraussichtlich 1,97 Millionen Franken per Ende 2016 sei dieser Rückschlag «verkraftbar», erklärte der zuständige Gemeinderat Daniel Bauer. Schon für 2015 hatte die Behörde einen Verlust budgetiert, in Höhe von 123 000 Franken. Gleichwohl hält Hüttwilen laut Bauer alle kantonalen Finanzkennzahlen ein. Und der Selbstfinanzierungsgrad beträgt sehr gute 144 Prozent. Durch die Umstellung auf das harmonisierte Rechnungslegungsmodell 2 (HRM 2) steigen die Abschreibungen auf Liegenschaften des Verwaltungsvermögens um fast hundert Prozent auf 120 000 Franken an. Auf Bauers Ausführungen folgte die einstimmige Genehmigung der laufenden Rechnung, der Investitionsrechnung und des Steuerfusses, der bei 50 Prozent bleibt.

Neue Strasse und Werkleitungen

Eine grössere Investition präsentierte sich mit dem Infrastrukturprojekt «Im Winkel» in Hüttwilen. Auf dem besagten Abschnitt wurde laut Gemeinderat Dino Giuliani die Strassensanierung seit Jahren zurückgestellt. Zudem fehle teilweise die Entwässerung, und die Werkleitungen für Strom und Wasser seien sanierungsbedürftig. Die Versammlung winkte den Bruttokredit von 348 000 Franken diskussionslos durch.

Ebenfalls Ja sagten die Stimmbürger zum Verkauf einer Flurstrasse an einen Uerschhauser Landwirt. Dieser plant, die heute von PWs kaum mehr befahrbare Sackgasse in Ackerland umzuwandeln. Die Versammlung stimmte nach kurzer Diskussion über die Höhe des Verkaufspreises einem Quadratmeterpreis von sechs Franken zu. Das spült Hüttwilen knapp 2500 Franken in die Kasse.

Hanspeter Zehnder Gemeindepräsident Hüttwilen (Bild: Donato Caspari)

Hanspeter Zehnder Gemeindepräsident Hüttwilen (Bild: Donato Caspari)

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