Tempo 40 rückt näher

Für rund 3,7 Millionen Franken soll die Kantonsstrasse in Basadingen saniert werden. Erstmals im Thurgau wird dort der Verkehr auf Tempo 40 abgebremst. Das Projekt liegt zurzeit auf.

Gudrun Enders
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Ab diesem Strassenabschnitt beginnt Tempo 40. Die rote Linie rechts zeigt die Breite des neuen Gehwegs. Die Linde rechts ragt dann in den Strassenraum und muss gefällt werden. Ein Ersatz wird gepflanzt. Der Fussgängerübergang erhält zusätzlich eine Schutzinsel. (Bild: Gudrun Enders)

Ab diesem Strassenabschnitt beginnt Tempo 40. Die rote Linie rechts zeigt die Breite des neuen Gehwegs. Die Linde rechts ragt dann in den Strassenraum und muss gefällt werden. Ein Ersatz wird gepflanzt. Der Fussgängerübergang erhält zusätzlich eine Schutzinsel. (Bild: Gudrun Enders)

BASADINGEN. Morgen ist die Frist abgelaufen. Heute noch können Interessierte die detaillierten Pläne zur Sanierung der Basadinger Durchgangsstrasse studieren. Das haben schon etliche getan. «Bislang gab's nur positive Rückmeldungen», sagt Gemeindepräsident Peter Mathys.

Einsprachen sind bislang keine eingetroffen und Mathys ist guter Dinge, dass das so bleibt. Dann würden die Chancen gut stehen, dass im Frühling mit der ersten Sanierungsetappe begonnen werden kann. Auch die Pläne für die Signalisation liegen auf, gegen die ist jedoch eine Einsprache wie beim Bauprojekt nicht möglich.

Provisorium ist 16 Jahre alt

Die Pläne zu diesem rund 3,7 Millionen teuren Projekt reichen weit zurück. Schon vor 16 Jahren stellte der Kanton fest, dass die Strasse saniert werden müsste. Die Gemeinde bat um Aufschub und der Kanton sicherte die Strasse mit einem sogenannten Kaltmikroasphalt. Ein Provisorium. Zehn Jahre später unternahm der Kanton einen erneuten Vorstoss in Sachen Strassensanierung. Ein Jahr später trat Gemeindepräsident Peter Mathys sein Amt an. Seitdem begleitet er das Projekt.

Die Crux: Die Basadinger leiden vor allem unter Schwerverkehr, der zu Stosszeiten durch ihr Dorf Richtung A4-Anschluss bei Trüllikon rumpelt. Zunächst wurde eine Studie erarbeitet. Die lärmgeplagten Anwohner sahen damals schon Tempo 40 als Lösung, der Kanton bestand auf baulichen Begleitmassnahmen. Die kamen beim Projekt aus dem Jahr 2010 in Form von Fahrbahnverengungen daher. Die Stimmbürger waren dagegen. «Im nachhinein bin ich froh», sagt Gemeindepräsident Mathys. In einer Zürcher Nachbargemeinde hätte sich diese Lösung nicht bewährt und müsse zurückgebaut werden. In Basadingen wird im aktuellen Projekt die Fahrbahn mit grossen Randsteinen und fehlender Mittellinie optisch verengt, um so die Autofahrer zu bremsen. An dieser Lösung arbeiteten die Anwohner in Workshops mit. Im Juni genehmigten die Bürger den Gemeindeanteil von 780 000 Franken.

Zwei Bäume müssen weichen

Die detaillierten Sanierungspläne zeigen, dass zwei zusätzliche Fussgängerinseln das Queren der Hauptstrasse sicherer machen. Neu verläuft ein Veloweg durchgehend Richtung Diessenhofen. Im Ortskern ab der Metzgerei Fehr bis zum Restaurant Traube muss Tempo 40 eingehalten werden.

Zwei ältere Bäume müssen gefällt werden, weil sie im neugestalteten Strassenraum die Sicht gefährlich behindern. Es handelt sich um die Linde bei der Metzgerei Fehr und um einen Baum beim Beda Beck. Peter Mathys sagt: «Es wird Ersatz gepflanzt.» Insgesamt wird die Hauptstrasse grüner, denn strategisch gesetzte Alleebäume am Strassenrand verlangsamen den Verkehr zusätzlich.