Telefon für Verzweifelte

Im Juli 2013 wurde auf der Gmündertobelbrücke zwischen Teufen und Stein ein solarbetriebenes Telefon eingerichtet. Wer den Hörer abnimmt, wird direkt mit der Seelsorge der «Dargebotenen Hand» verbunden. Bis heute, rund 18 Monate später, wurde aber noch kein einziger Anruf verzeichnet.

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Im Juli 2013 wurde auf der Gmündertobelbrücke zwischen Teufen und Stein ein solarbetriebenes Telefon eingerichtet. Wer den Hörer abnimmt, wird direkt mit der Seelsorge der «Dargebotenen Hand» verbunden. Bis heute, rund 18 Monate später, wurde aber noch kein einziger Anruf verzeichnet. «Dies heisst nicht, dass das Telefon ein Misserfolg ist», sagte Nicole Zeiter, Leiterin der «Dargebotenen Hand» Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein. Bereits 2013 sagte sie, dass sie nicht mit vielen Anrufen rechnen werde. Die Brücke habe keinen Ruf als «Suizid-Brücke». Das Telefon hat laut Zeiter nicht zuletzt eine symbolische Funktion. Allein schon ein Kasten, der mit «Dargebotene Hand» angeschrieben ist, zeige Wirkung. Zeiter sagte weiter: «Es wurde ein Signal gesetzt, dass dem Kanton die Sorgen der Bürger und das Thema Suizid nicht egal sind.» (tn)