Tapetenwechsel ist angesagt

Ein Verein will ein Tageszentrum für Seniorinnen und Senioren mit Betreuungsbedarf betreiben. So sollen die Angehörigen entlastet werden.

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Vereinspräsidentin Christine Courti-Munz und Barbara Sterkman, die Initiantin des Projekts. Bild: Mathias Frei

Vereinspräsidentin Christine Courti-Munz und Barbara Sterkman, die Initiantin des Projekts. Bild: Mathias Frei

Nach gut einjähriger Planung wurde kürzlich im Bistro Zur alten Kaplanei der Verein Tapetenwechsel gegründet und ein Vorstand gewählt. «Zweck des Vereins ist der Aufbau und die Etablierung eines Tageszentrums mit Atelier, welches im Sommer 2017 eröffnet werden soll.» Dies ist einer Mitteilung des Vereins zu entnehmen. Damit fülle die Organisation eine wichtige Lücke in der zeitweiligen Altersbetreuung und Entlastung von Angehörigen, was in der Region Frauenfeld ein Novum sei. Das Tageszentrum ist nicht gewinnorientiert.

Sowohl im Wohnbereich als auch im Atelier soll eine anregende Tagesstruktur geboten werden. Das Atelier, welches dem Tageszentrum den musisch-künstlerischen Schwerpunkt verleiht, lädt zu Kreativität und Handarbeit ein und ist offen für alle Interessierten. In der Küche darf gekocht, eingemacht und gebacken werden. Die Gäste sollen eine liebevolle und professionelle Umgebung vorfinden, wo sie neue soziale Kontakte knüpfen und Abwechslung zum gewohnten Alltag finden können: ein Konzept gegen Einsamkeit und Langeweile. Betreuende Angehörige gewinnen dank dieses Angebots Zeit, um aufzutanken und eigenen Bedürfnissen nachzugehen.

Ein Vorstand aus Persönlichkeiten

Initiantin des Projekts ist die seit vielen Jahren in Frauenfeld tätige Kunst- und Gestaltungstherapeutin Barbara Sterkman. Das Projekt findet rege Unterstützung von Stadt und Kanton sowie von Privat- und Fachpersonen.

Von der Wichtigkeit des Tageszentrums überzeugt ist auch der Vereinsvorstand. Christine Courti-Munz übernimmt das Präsidium. Regierungsrätin Cornelia Komposch hat ebenso Einsitz im Vorstand wie Hansjörg Strasser, Ökonom und Verwaltungsratsmitglied der Bürgergemeinde Frauenfeld, Elisabeth Anderes, erfahren in der Altersarbeit, und Martin Oehri, Arzt und Rheumatologe.

Geeignete Räumlichkeiten stehen in Aussicht. Die aktuelle Herausforderung ist die Sicherstellung der Anschubfinanzierung. Mit der Gründung des Vereins konnten die Initiantinnen einen ersten wichtigen Meilenstein setzen. (red.)