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TANNZAPFENLAND: Der Name war ein Problem

Der Verband Pro Zürcher Berggebiet hat seine Pläne für einen regionalen Naturpark eingestellt. Der Hinterthurgau konzentriert sich nun auf sein eigenes Projekt.
Roman Scherrer
Hügelige Landschaft im Tannzapfenland: Ein Naturpark kommt hier nicht zu Stande. (Bild: Olaf Kühne)

Hügelige Landschaft im Tannzapfenland: Ein Naturpark kommt hier nicht zu Stande. (Bild: Olaf Kühne)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Er hätte zur Wirtschaftsförderung in der Region beitragen sollen: Der Naturpark in den 13 Mitgliedsgemeinden – unter anderem Bichelsee-Balterswil und Fischingen (siehe Karte) – des Verbands Pro Zürcher Berggebiet (PZB). Für das Projekt wurde unter anderem eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Letztere sollte das Potenzial eines Naturparks in der Region aufzeigen. «Eine inhaltliche Grundlage wäre vorhanden gewesen», sagt Michael Dubach, Geschäftsführer des PZBs.

An seiner Generalversammlung hat des PZBs nun entschieden, das Projekt einzustellen. Es sei herausfordernd gewesen, die unterschiedlichen Auffassungen zu einem Naturpark auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, heisst es in der Mitteilung.

Gute Voraussetzungen sind Hindernis geworden

«Die Produkte mit unserem Label ‹natürli› werden fast in der ganzen Deutschschweiz vertrieben. Und auch bei der Standortförderung sind wir schon sehr weit», so Dubach. Eigentlich eine gute Ausgangslage für den Naturpark, könnte man meinen. Die bisherigen Erfolge des PZBs stellten sich allerdings als Nachteil für das Grossprojekt heraus. «Es war dadurch schwierig, den Mehrwert eines regionalen Naturparks aufzuzeigen», meint Dubach. Mit dem Naturpark hätte man laut dem PZB-Geschäftsführer Synergien mit dem Verein Projekt Regionale Entwicklung Tannzapfenland (PRE) nutzen können. Dieser möchte unter anderem regionale Produkte – etwa Fleisch– und somit die Wirtschaft m Hinterthurgau fördern (siehe Zweittext). Werner Ibig, Präsident von PRE Tannzapfenland, meint: «Der Entscheid, das Naturparkprojekt einzustellen, ist meiner Meinung nach eine verpasste Chance.» Er glaubt, dass es in der Schweiz noch zu wenig angekommen sei, dass Instrumente wie ein Naturpark wirtschaftlich schwächere Regionen stärken können.

«Wahrscheinlich war auch der Name ‹Naturpark› ein Hindernis», meint Werner Ibig. Viele hätten darin so etwas wie einen Nationalpark gesehen, in dem strenge Vorschriften gelten. So habe die Bezeichnung die Leute aufgeschreckt. «Es geht dabei aber nicht um Naturschutz, sondern um die wirtschaftliche Entwicklung», so Ibig. In den beiden Hinterthurgauer Gemeinden habe er vorwiegend Skepsis gegenüber dem Projekt wahrgenommen.

Bis Ende Jahr will das PRE Tannzapfenland fünf Teilprojekte umgesetzt haben. «Wir stehen unter Zeitdruck», meint Ibig. Dass der Naturpark nun nicht umgesetzt werde, sei in diesem Zusammenhang zwar nicht gerade förderlich. «Ein grosser Nachteil ist es aber nicht. Wir können das PRE auch so weiterführen.»

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