Tanne, Fichte und Esche krönen die Halle

AADORF. Mit dem spektakulären Einbau der Dachkonstruktion nimmt die Aadorfer Sporthalle in diesen Tagen sichtbar Gestalt an. Den Meilenstein des 13,9 Millionen Franken teuren Bauvorhabens verfolgten gestern zahlreiche interessierte Passanten.

Kurt Lichtensteiger
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Zimmerleute der Kifa AG montieren die Dachträger. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Zimmerleute der Kifa AG montieren die Dachträger. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

350 Tonnen Hubkraft, der Hydraulikarm 70 Meter ausgefahren: Ein monströser Pneukran versprach bei der Baustelle der Aadorfer Sporthalle schon zu Wochenbeginn Spektakel. Gestern morgen fuhren dann zwei Sattelschlepper an der Schützenstrasse vor. In der Nacht hatten sie sich von Lungern OW her auf den Weg gemacht. Die Aadorfer Kifa AG, mit einem Team von sechs Zimmerleuten vor Ort, sorgte dafür, dass der Einbau der Dachkonstruktion reibungslos und mit der nötigen Präzision vonstatten gehen konnte.

Ehe mit der spektakulär anmutenden Arbeit begonnen werden konnte, musste noch eine zehn Zentimeter dicke Eisschicht entfernt werden, die sich auf dem Betonboden der Dreifachturnhalle gebildet hatte. Danach konnten die ersten der insgesamt 18 Dachträger mit je acht Tonnen Gewicht angehoben werden. Dazu kamen noch die 25 Meter langen Seitenträger, die als Aufleger dienen. «Während die Dachträger aus Tanne und Fichte bestehen, enthalten die Seitenträger einen Anteil an Esche, was dem Bauholz höhere statische Festigkeit gewährt», erklärte Norbert Meile, Projektleiter der Kifa, die Finessen der Konstruktion.

«Gekrönt» wird das Dach indes erst im Sommer, wenn eine Photovoltaikanlage mit 1100 Quadratmetern Solarpanels montiert wird. «Bis jetzt sind Aufträge für etwa 11 Millionen Franken vergeben», sagt Projektleiter Stefan Mühlemann.