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TAGUNG: Dringlichkeit und Wichtigkeit unterscheiden

85 Frauen nehmen an der diesjährigen Behördenfrauentagung in Erlen teil – ein neuer Rekord. Die vier Workshops und ein Referat liefern neue Erkenntnisse, die sich gut umsetzen lassen.

«Ich konzentriere mich auf meine Stärken und delegiere Arbeiten, vor allem diejenigen, die andere besser können als ich», ­erklärte Sandra Stadler, CVP-Präsidentin des Bezirks Kreuzlingen, im Workshop «Gut ist gut genug». Sie und 84 weitere Frauen aus Behörden und Verbänden sind der Einladung der CVP-Frauen zur Behördenfrauentagung gefolgt.

Vier Workshops standen zur Auswahl. Im Workshop «Gut ist gut genug» wurde die Tatsache thematisiert, dass es manchmal schwierig ist, mit einer erledigten Aufgabe zufrieden zu sein – und diese abzuschliessen. Auch der Umgang mit den eigenen Kräften war ein wichtiger Diskussionspunkt. Dazu erläuterten die Leiterin des Workshops, die CVP-Gemeinde- und Kantonsrätin sowie Bezirksrichterin Sabina Peter Köstli, das Eisenhower-Prinzip. Bei diesem geht es darum, anstehende Aufgaben bezüglich Dringlichkeit und Wichtigkeit zu unterscheiden. Auch das Pareto-Prinzip stellte sie vor. Dieses besagt, dass 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des Aufwandes erreicht werden können. Die verbleibenden 20 Prozent der Ergebnisse benötigen 80 Prozent Arbeit. «Es ist wichtig, sich selbst Zeitvorgaben zu setzen», sagte Peter Köstli.

Frauen sind empathisch und belastbar

Dorena Raggenbass, Kreuzlinger Stadträtin, leitete den Workshop «Wie setze ich mich wirkungsvoll durch?». Dabei wurden die Vor- und Nachteile des Frauseins sowie Gründe für erfolgreiche Projekte besprochen. Für Raggenbass ist es bei Projekten entscheidend, dass sowohl die Strategie als auch der Projektablauf gut vorbereitet sind. «Das Projekt muss von A bis Z kommunikativ begleitet werden und es ist wichtig, die Projektgegner an den Tisch zu bringen.» Zu den Vorteilen von Frauen nannten die Teilnehmerinnen Empathie, Belastbarkeit und Organisationstalent. Als nachteilig beurteilten sie die noch existierenden Vorurteile gegenüber Frauen – und dass die Mutterschaft ein Hindernis für die berufliche oder politische Karriere sein könne.

Piroska Gavallér-Rothe, Lehrbeauftragte an den Universitäten Tübingen und Konstanz, sprach zum Thema «Wertschätzend Klartext reden». Sie zeigte auf, wie sehr das Denken einer Person über sich selbst, über die anderen und über die Welt die Kommunikation beeinflusst. «Ich muss Kopf, Bauch, Herz und Hand in Einklang bringen, damit ich klar, stimmig und wertschätzend kommunizieren kann.» Dabei sei es besonders wichtig, alte Sprachmuster durch neue zu ersetzen.

Claudia Schumm

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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