Tabletten und Tropfen gut gekühlt

Menschen im Thurgau öffnen ihren Kühlschrank (7): Liridona Aliqkaj kommt aus Kosovo und hat keinen Alkohol im Kühlschrank, dafür eine kleine Notfallapotheke für die Familie und eine Flasche Maggi.

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Der Kühlschrank einer ausländischen Familie: Ganz ohne Alkohol.

Der Kühlschrank einer ausländischen Familie: Ganz ohne Alkohol.

1TRAUBEN (weiss und rot). Nicht nur Trauben, auch andere Früchte wie Äpfel oder Aprikosen isst jeder in der Familie gern.

2MILCH-RIEGEL. Sohn Yili ist ein Schleckmäulchen und liebt alles, was süss ist. Tochter Aurora dagegen mag es eher salzig. Chips sind ihre Favoriten Die Mama gibt Gegensteuer so gut es geht. Schoggi und Chips gibt es nur einmal pro Woche.

3MAISKÖRNER. Die ergänzen fast jeden Salat. Der Tochter und der Mama schmeckt der Mais. Zusätzlicher Vorteil: Er macht so gut wie keine Arbeit.

4MAYONNAISE. Pommes frites essen wie die Norddeutschen, nicht nur mit Ketchup, sondern auch noch in Mayonnaise getunkt. Die Kinder können davon gar nicht genug kriegen. Die Mama muss bremsen.

5ARGENTA. (drei Dosen, davon eine halb leer). Brotaufstrich aus Geflügelfleisch. Das schmeckt vor allem Vater Faruk. Und davon darf es dann schon mal ein bisschen mehr sein.

6PEPERONI. Die Familie verbraucht sie in grossen Mengen. Liridona Aliqkajs Lieblingsgericht ist ein Peperoni-Auflauf mit Rahm. Nicht geeignet für alle, die abnehmen wollen, aber sehr fein.

7SCHOGGI-AUFSTRICH. Würde Sohn Yili am liebsten jeden Tag essen, gibt es aber nicht jeden Tag. Die Mama achtet darauf, dass nicht zu viel genascht wird.

9BUTTER. (fettarm). Legt die Vermutung nahe, dass hier jemand Kalorien sparen wollte. Stimmt aber nicht. Liridona Aliqkaj war nicht einmal bewusst, dass dies die fettarme Butter ist. Sie findet einfach, die schmeckt am besten.

11JOGHURT. (natur und mit Früchten). Ein absolutes Muss im Hause Aliqkaj. Darf nie fehlen. Ein paar Löffel Joghurt gibt es auch zwischendurch, wenn jemand Hunger hat.

13ERDBEEREN. Zählen zu den Lieblingsfrüchten von Liridona Aliqkaj. Leider, leider geht die Erdbeersaison langsam, aber sicher zu Ende.

15KÄSE. Von der Sorte Maasdamer. Holländischer Käse in der Schweiz, noch dazu abgepackt, darf man das? Als Entschuldigung mag gelten: Es ist nur eine Packung. Was beweist: Diesen Kühlschrank nutzen keine Käse-Esser.

17SALATSAUCE. Schmeckt so gut, dass Liridona Aliqkaj so gut wie nie eine Salatsauce selber mischt. Wozu auch?

8MEDIKAMENTE. Eine Auswahl an Tropfen und Tabletten bewahrt die Familie immer im Kühlschrank auf. Kleine Leiden werden damit kuriert.

10MAGGI. Haben Aliqkajs erst in der Schweiz kennengelernt, wurde aber sofort zum Grundnahrungsmittel erkoren und wird seitdem fleissig nachgekauft. «Würzmittel, die ähnlich schmecken, gibt es auch in Kosovo», sagt Liridona Aliqkaj. Aber nichts kommt an das Original heran.

12EIER. (10 Stück). Frühstückseier gibt es nicht jeden Tag, aber Eier braucht man auch zum kochen. «Für eine vierköpfige Familie sind 10 Eier nicht viel», meint Liridona Aliqkaj.

14SALATSAUCEN. (kleine Dosen). Eigentlich kauft die Mama immer die grosse Packung. Die kleinen Saucen hat ein Freund der Familie geschenkt. Schmecken gar nicht schlecht.

16MINERAL/ORANGEN-JUS. Getränke stehen im Kühler, damit sie schön kalt bleiben. Auffällig: Es gibt keinen Alkohol im Kühlschrank.

18KETCHUP. Kinder, Pommes frites, Ketchup: das gehört wohl zusammen. Ehrlich gesagt: Nicht nur die Kinder greifen zur roten Flasche.