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Swift: Mit dem Bau begonnen

DIESSENHOFEN. Die Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) baut in Diessenhofen ein Rechenzentrum. Die Sicherheitsanforderungen sind hoch: Ein hoher Blachenzaun erschwert den unbefugten Blick auf die Baustelle.
Dieter Ritter
Die Bagger sind auf der grossen Baustelle in Diessenhofen aufgefahren und graben sich in das Erdreich: Swift baut unterirdisch. (Bild: Dieter Ritter)

Die Bagger sind auf der grossen Baustelle in Diessenhofen aufgefahren und graben sich in das Erdreich: Swift baut unterirdisch. (Bild: Dieter Ritter)

Auf dem über 7 Hektar grossen Gelände neben dem TopCC-Grossmarkt graben sich schwere Baumaschinen tief in die Erde. Zwei Baukrane und ein Baubarackendorf auf dem rund 10 Fussballfelder grossen Baugelände lassen erahnen, dass hier ein gigantisches Bauwerk entsteht. Bauherrin ist Swift, die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Seit April 2010 ist sie im Besitz einer gültigen Baubewilligung (die TZ berichtete).

Firmen aus der Region

Die Firma HRS mit Hauptsitz in Frauenfeld realisiert die Bauten als Generalunternehmer. HRS betreut derzeit 32 Grossprojekte in der Schweiz, zum Beispiel das 132 Meter lange, 5geschossige Verwaltungsgebäude der Credit Suisse in Zürich und das Dock B im Flughafen Kloten. Julia Flückiger, Mediensprecherin der HRS, bestätigte, dass wo immer möglich regionale Unternehmen berücksichtigt würden. Die Aushubarbeiten in Diessenhofen wurden an die Firma Ed. Vetter AG Lommis vergeben, die Baumeisterarbeiten an die Stutz AG Frauenfeld.

Weitere Arbeitsvergaben würden folgen.

Sicherheit und Geheimhaltung

Die Ansprüche an die Sicherheit des Rechenzentrums sind extrem hoch. Swift baut deshalb in Diessenhofen alle sensiblen Anlagen unterirdisch. Die Datensicherung werde gewährleistet, indem jede Transaktion in zwei verschiedenen Rechenzentren gebucht wird, erklärt Pressesprecher Hans-Jürgen Schneider. Derzeit spiegelt Swift die Daten zwischen den Zentren Holland und USA.

Nach Inbetriebnahme der Anlage Diessenhofen erfolge die Spiegelung des Europäischen Zahlungsverkehrs in der Schweiz und in Holland. Dies soll zur Beilegung von Datenschutz-Bedenken in Ländern der EU beitragen. Unter dem Namen «Dezentrale Netzwerkarchitektur» arbeitet Swift seit einem Jahr in einer europäischen und einer transatlantischen Verarbeitungszone.

Für die Vertraulichkeit persönlicher Daten muss sich Swift an die strengen Sicherheitsbestimmungen der EU halten. Einzig im Fall des begründeten Verdachts auf Terrorismus-Finanzierung dürften Behörden der USA und der EU auf Bankdaten zugreifen. Im Juli letzten Jahres ist eine entsprechende Vereinbarung zwischen den USA und der EU vom Europäischen Parlament verabschiedet worden. Wie diese politisch umgesetzt werden, wisse man bei Swift noch nicht.

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