SULGEN: Aggressive Anbieter schädigen dem Ruf

Der Baumeisterverband appelliert für eine Ethik auf der Baustelle.

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Valentin Landmann, Urs Haubensak und Hans-Ruedi Graf boten unterschiedliche Einblicke in den Alltag der Strafjustiz. (Bild: PD)

Valentin Landmann, Urs Haubensak und Hans-Ruedi Graf boten unterschiedliche Einblicke in den Alltag der Strafjustiz. (Bild: PD)

«Unsere Helden meistern das Leben auf der Baustelle Tag für Tag», begrüsste Mathias Tschanen seine 27 Berufskollegen und die Gäste in der Lehrhalle Sulgen und blickt dabei auf die neue Kampagne für die Bauberufe. Hinsichtlich der allgemeinen Marktlage blickt Tschanen auf ein solides Halbjahr 2017 und stellt fest: «Der Tiefbau befindet sich auf einem stabilen Niveau, während die Umsätze im Hochbau mittelfristig sinken werden». Sorgen bereitet ihm die Tatsache, dass sich der hohe Margendruck in Form einer aggressiven Stimmung auf dem Markt auswirkt und viele öffentliche Bauten durch Einsprachen mehrheitlich ausserkantonaler Anbieter blockiert werden, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Besorgt zeigt sich der Präsident auch über die Einsprachen zu Arbeitsvergaben in der Region: «Es kann doch nicht sein, dass viele öffentliche Bauten durch langwierige Prozesse verhindert und gebremst werden und wir mit solchen Machenschaften für unsere Branche keine Werbung machen.» Laut Tschanen stimmen die Stimmbürger den Krediten in der Annahme zu, dass die Arbeitsplätze in der Region bleiben, und deshalb bezeichnet er es als störend, wenn fremde und ausserkantonale Anbieter von Bauunternehmungen den Ruf der Branche ins Negative ziehen.

Sprachliche und berufliche Integration

Geschäftsführer Romeo Maasl informiert über das umfassende Kursprogramm des kommenden Jahres. Die Baueingabe für den An- und Ausbau der Lehrhalle Sulgen sei erfolgt, doch führe der Einbruch von 40 Prozent bei den Lehrlingszahlen der Ostschweizer Malerfachschule dazu, dass das Bauvorhaben vorderhand einen Aufschub erleide und die Baueingabe bis höchstens 2020 verlängert werden könne.

Flüchtlinge beruflich integrieren

Prorektor Jürg Hofer vom Gewerblichen Bildungszentrum Weinfelden erläuterte die Möglichkeiten der sprachlichen und beruflichen Erstintegration vorläufig aufgenommener Flüchtlinge. «Wir müssen diese Leute in der Praxis integrieren, denn Integration über die Arbeit ist das wirksamste Mittel.» Hofer appelliert dafür, dass willige Flüchtlinge möglichst schnell weiterkommen und als Lernende platziert werden. «Wenn sie bereit sind, neue Wege zu gehen und das berufliche Potenzial von Personen aus einem andern Kulturkreis zu fördern, dann erweitern sie die sprachliche und kulturelle Vielfalt in ihrem Betrieb», versicherte Hofer den Baumeistern. (red)