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Submarines halten sich über Wasser

ROMANSHORN. Seit zwanzig Jahren schlagen die Submarines in Romanshorn Baseballs übers Spielfeld. Die Brüder Roger und Reto Martin haben den einzigen Thurgauer Baseball-Club gegründet. Sie sind aber nicht mehr so ehrgeizig wie früher. Gewinnen wollen sie hingegen immer noch.
Johanna Schick
Leidenschaftliche Baseballer: Roger und Reto Martin haben die Romanshorner Submarines gegründet. (Bild: Nana do Carmo)

Leidenschaftliche Baseballer: Roger und Reto Martin haben die Romanshorner Submarines gegründet. (Bild: Nana do Carmo)

Auf dem Fussballfeld in Romanshorn fliegen handliche weisse Bälle durch die Luft: Die Submarines spielen Baseball. Eine Randsportart, meint auch Clubpräsident Roger Martin. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Reto hat er den Club gegründet.

In einem Monat feiern die Submarines ihr 20-Jahr-Jubiläum. «Wer hätte das gedacht», sagt Reto Martin. Von all ihren ehemaligen Gegnern aus den ersten Jahren sind die Submarines die einzigen, die solange durchgehalten haben. «Wir hatten schon immer viel Biss», sagt Roger Martin.

Die Geschichte der Submarines ist ein einziges Auf und Ab. Aktuell spielen sie dort, wo alles angefangen hat, in der 1. Liga. Mehrere Jahre spielten sie aber auch in der Nationalliga B, 1999 sogar ein Jahr in der Nationalliga A – der Höhepunkt ihrer Karriere. Damals zählten die Submarines in ihrem Verein die meisten Junioren schweizweit und stellten vier Mannschaften.

Es begann mit Handschuhen

Heute zählen sie noch 18 Mitglieder, drei davon waren bei der Gründung 1993 dabei. Angefangen hat das Ganze damals mit zwei Baseball-Handschuhen aus Kanada. Von einem Sprachaufenthalt brachte sie Roger Martin als Souvenir mit. Mit ein paar Freunden probierten die Martin-Brüder den US-Sport aus und fanden schnell Gefallen.

Die Entscheidung, auf einem richtigen Feld zu spielen, die Regeln zu büffeln und einen Club zu gründen, war schnell gefällt. «Unser erstes Spiel haben wir haushoch verloren», sagt sich Reto Martin. Damals trugen sie noch Fussballtrikots, hatten keinen Durchblick bei den Regeln, aber einen guten Coach: den heute als Musiker bekannten Dai Kimoto.

Komplexes Regelwerk

«Mit uns auf dem Spielfeld hat man Spass», sagt Reto Martin. Sie seien eine lockere Gruppe, bei der die Freude am Spiel im Vordergrund steht. Pläuschler seien sie aber keine. «Wir sind vielleicht nicht mehr so verbissen wie früher, aber trotzdem ehrgeizig und möchten gewinnen.»

Dafür muss man die Regeln beherrschen. Davon gibt es viele. Reto Martin war 15 Jahre Schiedsrichter. «Ich kenne immer noch nicht alle Regeln», sagt er. Er hat seine eigene Theorie bezüglich der Vielschichtigkeit des Spiels: «Baseball ist nach Schach das komplexestes Spiel der Welt.» Ein Spiel kann mehrere Stunden dauern. «Früher war ich nach einem Spieltag total erschöpft», sagt Roger Martin, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Denn während der gesamten Spieldauer müsse man den Kopf bei der Sache haben, wenige Sekunden können entscheidend sein.

In Zürich sehr populär

«Baseball ist immer noch eine exotische Sportart», sagt Roger Martin. Es sei einfacher, für einen Fussballclub Sponsoren zu finden als für Baseball. Dennoch: «Im Raum Zürich wird die Sportart immer populärer.» In der Ostschweiz hingegen sei Baseball beinahe ausgestorben. Ihre einzigen Ostschweizer Konkurrenten sind die Wiler Devils. Das Ziel der Martin-Brüder ist es nun, wieder mehr jüngere Spieler in ihr Team zu integrieren sowie ihren Club und Baseball bekannter zu machen.

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