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Strom wird billiger

Künftig dürfen diverse Haushaltsgeräte über Mittag wieder benutzt werden, ausserdem können sich Strombezüger über tiefere Rechnungen der Technischen Werke freuen.
Simon Roth

Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspüler dürfen in der Gemeinde Eschlikon seit September über Mittag wieder benutzt werden. Die sogenannte «Mittagssperre» hat die Inbetriebnahme der Maschinen bisher verhindert. Damit die Geräte von 11 bis 12.15 Uhr wieder mit Strom versorgt werden, muss die Sperrung jedoch durch einen Elektriker aufgehoben werden.

Weshalb die Sperre gerade über Mittag verhängt worden war, erklärt Max Zumbühl, Leiter der Technischen Werke Eschlikon: «Die Netzbelastung ist wegen der Kochherde tendenziell über Mittag am höchsten.» Dies beeinflusse auch den Einkaufspreis, der anhand der Netznutzung berechnet wird. «Je höher die Spitzenbelastung des Netzes zu einem gewissen Zeitpunkt ist, desto höher fallen auch die Leistungskosten aus», so Zumbühl.

Waschmaschinen rattern wieder über Mittag

Um die Spitzenbelastung möglichst tief zu halten, mussten in der Vergangenheit die besagten Haushaltsgeräte über Mittag ausgeschaltet bleiben. Diese hätten zu viel Leistung verzehrt.

«Mittlerweile hat der Leistungsbezug aber stark abgenommen», erklärt Zumbühl den Schritt, die Sperrung aufzuheben. Eine weitere Entwicklung, welche zu einem geringeren Energiebezug geführt habe, sieht Gemeindepräsident Hans Mäder in der Zunahme von privaten Photovoltaik-Anlagen. Einen positiven Nebeneffekt bringe die Massnahme Familien, bei denen beide Elternteile auswärts arbeiten. Diese könnten nun über Mittag die Gelegenheit nutzen und die Waschmaschine benutzen, meint Zumbühl.

Um die Sperrung aufzuheben, müssen Kunden einen Elektriker mit der Anpassung der Verdrahtung zu ihren eigenen Lasten beauftragen. Die Anpassungskosten betrügen dabei zwischen 100 und 200 Franken pro Kunde. Weiterhin bestehen bleibt jedoch die Sperrung von «Stromfressern» wie Solarien, Saunaheizungen, Wärmepumpen und Elektroheizungen.

Gesamtkosten trotz erhöhten Abgaben gesenkt

Neben der Aufhebung der «Mittagssperre» vermelden die Technischen Werke weiter, dass die Eschliker Strombezüger unter dem Strich künftig weniger in der Grundversorgung bezahlen würden. Die Gesamtkosten seien für alle Stromabnehmer je nach Bezugsmenge und Kundengruppe «um 4,5 bis 7,8 Prozent» reduziert worden.

Dies obwohl der Bund die Abgaben für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) auf nächstes Jahr um 0.2 Rappen pro Kilowattstunde auf 1.5 Rappen erhöht hat. Diese Gelder werden im Auftrag des Bundes einkassiert und speisen einen Fonds, der die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien fördert. Dieser soll den Produzenten die Differenz zwischen Produktions- und Marktpreis zusichern.

Die neuen Tarife sind auf der Webseite der Gemeinde unter der Rubrik Technische Werke einsehbar: www.eschlikon.ch

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