Streptomycin darf in Baumschulen eingesetzt werden

An der Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Thurgauer Obstbauern war der Kampf gegen den Feuerbrand wichtigstes Thema.

Mario Tosato
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zihlschlacht. «Ohne Streptomycin hätte der Feuerbrand im letzten Jahr zur Katastrophe geführt, dennoch würde ich mich freuen, wenn ich einmal nicht mehr über Streptomycin sprechen müsste», erklärte Urs Müller, Berater Pflanzenschutz BBZ Arenenberg, an der Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Thurgauer Obstbauern (Thuro). Müller freut sich, dass Streptomycin für das laufende Jahr wieder bewilligt wurde. Die Anwendung dürfe auch in Baumschulen ab 5 Aren erfolgen. Es dürfen nur Apfel und Birnen behandelt werden. Je nach Bedürfnisse sollen drei Behandlungen durchgeführt werden. Die Spritzzeiten sollen dem Bienenflug angepasst und optimiert werden.

Der neue Obstbauberater am BBZ Arenenberg, Thomas Zöllner, berichtete über seine Erfahrungen in der Feuerbrandbekämpfung in den USA. Dort ist der Feuerbrand schon seit Jahrzehnten bekannt. Auch Streptomycin werde schon lange eingesetzt, sagte Zöllner. In einigen Bundesstaaten seien pro Jahr gar 19 Behandlungen vorgenommen worden, so Zöllner. Nach seiner Erfahrung ist die Früherkennung wichtig. Er wies darauf hin, dass auch die Veredlungsunterlagen vom Bakterium befallen sein können. Von grosser Bedeutung sei, dass in den Anlagen sehr sauber gearbeitet wird. In Amerika hätten nur wenige Hochstammbäume den Feuerbrand überlebt, berichtete Zöllner.

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