ST.MARGARETHEN: Symbolträchtiger Baustart

Gestern war der Spatenstich beim Schulhaus Kastanienhof in St.Margarethen. Vertreter der Schulgemeinde und der Baubehörde sowie rund 120 Kinder wohnten dem feierlichen Anlass bei.

Adrian Grzonka
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Ein Schüler deponiert seinen «Wunschstein», nachdem er seinen Wunsch für den Neubau Kastanienhof der Gemeinschaft verkündet hat. (Bild: Adrian Grzonka)

Ein Schüler deponiert seinen «Wunschstein», nachdem er seinen Wunsch für den Neubau Kastanienhof der Gemeinschaft verkündet hat. (Bild: Adrian Grzonka)

ST.MARGARETHEN. Gestern kurz vor 10 Uhr war es so weit: Der Spatenstich für den Ausbau des Schulzentrums Kastanienhof in St. Margarethen konnte vollzogen werden: Thomas Wyser, Präsident der Schulgemeinde Münchwilen, und Stefan Muff, Präsident der Baukommission, bestiegen den Bagger und senkten mit Hilfe eines Fachmanns die Baggerschaufel in die Erde.

Begleitet wurde der symbolische Akt von diversen Ansprachen, Liedern und der Übergabe von «Wunschsteinen»: Nachdem die rund 120 Schulkinder ihren «Baustellen-Boogie» und «Mer sind e Schuel» gesungen hatten, präsentierten einige ihre selbstgestalteten flachen Steine, welche in den kommenden Monaten nach Möglichkeit in den Neubau eingearbeitet und Teil der Bausubstanz bilden werden. «Lachen», «Abenteuer», «Respekt», oder «Lernerfolg» waren einige dieser Wünsche.

Der Erweiterungsbau mit Kastanie und Brunnen. (Bild: Visualisierung: pd)

Der Erweiterungsbau mit Kastanie und Brunnen. (Bild: Visualisierung: pd)

Nur geringfügige Änderungen

Schulpräsident Wyser lobte während seiner Ansprache die «erstklassige Zusammenarbeit mit Baukommission und Architekten». Auch Peter Dransfeld, von der Architekturfirma Dransfeld aus Ermatingen, war voll des Lobes. Als er zur Vorbereitung des Anlasses das Wettbewerbsprojekt mit den aktuellen Bauplänen verglichen habe, sei er erstaunt gewesen, wie wenig sich verändert habe: Geblieben sei «die klare und nüchterne Gliederung des Baukörpers», Holz als bestimmendes Baumaterial und ebenso die Nullenergiebilanz, womit das Schulhaus Vorreiter in der Schweiz sein werde. Geändert hätten sich lediglich die leichte Vergrösserung des gesamten Baukörpers und der Aula, die kleinere Anzahl der Parkplätze sowie die Fenster. «Eine solche zielgerichtete Planung erfordert eine gewisse Portion Glück, viel Arbeit und eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten», sagte Dransfeld.

Energieüberschuss dank Panels

Der zweigeschossige Bau unter dem Projektnamen «Castanea» wird sechs Schulzimmern, drei Gruppenräumen, einer Aula mit Foyer sowie einem Büro für den Schulleiter Platz bieten. Zwischen dem alten und dem neuen Schulhaus liegt der Pausenplatz mit Brunnen und Kastanienbaum. Das Dach des Neubaus wird mit Solarpanels ausgestattet, die den Energiebedarf für die Heizung sowie den Betrieb überschreiten. Das Schulhaus wird somit eines der ersten Schulhäuser der Schweiz, das einen Energieüberschuss aufweist. Verlaufen die Bauarbeiten nach Plan, ist das Schulhaus im August 2017 betriebsbereit. Der Sechsmillionenbau wurde im November 2014 an der Urne bewilligt.

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