Stille Glocken sind akzeptiert

An der Versammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen genehmigte eine Zweidrittelsmehrheit die Reduktion des Steuerfusses.

Kurt Lichtensteiger
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Stefan Kormann Kirchenpräsident Evangelisch Aadorf-Aawangen (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Stefan Kormann Kirchenpräsident Evangelisch Aadorf-Aawangen (Bild: Kurt Lichtensteiger)

AADORF. «Man kann nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand.» Mit dieser tiefgründigen Glaubensaussage leitete Pfarrer Steffen Emmelius die Versammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen ein.

Darauf dominierten die Zahlen der Verwaltungsrechnung 2013, erläutert von Susanne Kressibucher. Um rund 1,5 Prozent höhere Lohnkosten sowie anstehende Stellvertretungskosten sind massgeblich daran beteiligt, dass beim Vorschlag 2015 mit einem Minus von 51 000 Franken gerechnet werden muss. Gleichwohl wurde die Reduktion des Steuerfusses von 20 auf 19 Prozent mit 36 Ja-Stimmen genehmigt. Damit ist dieser auf gleicher Höhe wie bei der Katholischen Kirchgemeinde. «Wir wollten damit ein Zeichen setzen», sagte Stefan Kormann, Präsident der Kirchenvorsteherschaft. Im kommenden Jahr halten sich die Investitionen in engen Grenzen. Sie betreffen die Verbesserung der Akustik im Kircheninnern und für kleine Arbeiten im Regionalzentrum. Die Reparatur der dortigen Orgel musste verschoben werden, so dass der vorgesehene Betrag im Budget 2015 wieder aufgeführt wird.

Kaum Aufheben gab es über die im vergangenen August erfolgte Änderung des nächtlichen Glockenschlags. «Im Sinne der Nachtruhe schweigt der nächtliche Stundenschlag der beiden Kirchen im Dorfzentrum zwischen 22 Uhr und morgens 6 Uhr. Davon ist das liturgische Geläute jedoch nicht betroffen», beantwortete Stefan Kormann eine diesbezügliche Nachfrage.

Zum Schluss durfte Rita Meier ein Blumengebinde entgegennehmen. Sie hatte am Klavier während 30 Jahren den Gottesdienst im Aaheim begleitet.