Sticheleien im St. Galler Software-Streit

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Streiftfall Das Verwaltungsrechenzentrum und die Softwarefirma Abacus liegen sich in den Haaren. Ein Ende ist nicht absehbar. Ein Grossteil der St. Galler Gemeinden ist blockiert: Die Einführung des neuen Rechnungsmodells verzögert sich – wegen des Rechtsstreits zwischen dem Softwareunternehmen Abacus und der Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG). Und so warten heute nicht nur die beiden Parteien, sondern wohl auch ­etliche Gemeinden auf den Entscheid des Verwaltungsgerichts.

«Es gibt Leute, die uns schaden wollen»

Derweil wird aus Abacus-nahen Kreisen weiter gegen die VRSG gestichelt. So machte kürzlich der Vorwurf die Runde, die VRSG habe in Basel «ein Prestige-Projekt mit einem Kampfpreis» hereingeholt, doch es gebe nur Probleme (schlechte Qualität, Verzögerungen, Nachtragskredite). Die VRSG schweigt zumeist zu derartigen Anwürfen.

Sie ärgerten ihn zwar, sagt nun Peter Baumberger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der «Zürichsee-Zeitung», «doch wir wollen unsere Kräfte in die Dienstleistungen investieren und nicht in Rechtsverfahren». Zum Fall Basel sagt er: «Es gibt immer wieder Leute, die uns schaden wollen. Das Projekt ist gut, aber auch komplex.» (rw)