Steuerfuss ist unter Druck

Evangelisch-Mammern schliesst 2013 mit einem Überschuss ab. An der Versammlung fordern einzelne Kirchbürger einen tieferen Steuerfuss.

Margrith Pfister-Kübler
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Pfarrer Arno Stöckle und Präsident Christian Schäfer freuen sich über die guten Finanzen der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Pfarrer Arno Stöckle und Präsident Christian Schäfer freuen sich über die guten Finanzen der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

MAMMERN. Präsident Christian Schäfer führt effizient durch die Versammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern. Etwa ein Dutzend Kirchbürger sind am Sonntagabend in der Kirche erschienen, 264 Personen wären stimmberechtigt. Kirchenpflegerin Marianne Wattinger stellt die Rechnung 2013 vor, die mit einem Vorschlag von 38 708 Franken abschliesst, budgetiert war ein Rückschlag von 23 530 Franken. «Dank erhöhten Steuereingängen können wir einen Vorschlag präsentieren.»

45 700 Franken wurden in den Liegenschaftenunterhalt des Pfarrhauses, vom Kachelofen bis zu den Fenstern, investiert. Einstimmig wird die Rechnung 2013 genehmigt. Ebenso einstimmig wird das Budget 2014 mit dem bisherigen Steuerfuss von 28 Prozent bewilligt. Es rechnet mit einem Rückschlag von 17 390 Franken. Präsident Christian Schäfer: «Wir müssen langfristig planen. Für die Kirche ist der Einbau von fliessend Wasser und einem WC vonnöten.»

«Steuerfuss ist zu hoch»

In der Diskussion kritisiert der Ehrenbürger und frühere Gemeindeammann von Mammern, Emil Meier, den unveränderten Steuerfuss von 28 Prozent: «28 Prozent ist zu hoch. Die katholische Kirchgemeinde hat einen Steuerfuss von 24 Prozent und wir sollten unseren anpassen. Wichtig ist, dass beide Konfessionen in der Gemeinde steuerlich auf der gleichen Höhe sind.» Kirchenpflegerin Marianne Wattinger verweist auf die Finanzplanung, nach welcher 28 Prozent derzeit noch nötig seien. Das Ziel sei aber, den Satz wieder zu senken. Der Steuerfuss der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern musste schon vor Jahren erhöht werden, weil der damalige Kassier mehr als 200 000 Franken unterschlagen hatte.

Kirche mit gesunder Basis

Einstimmig gewählt wurde Dekan Arno Stöckle als Synodalrat für die Amtsperiode 2014 bis 2018. Stöckle freut sich, dass die Thurgauer Landeskirche noch auf einer gesunden Basis steht und keine Fusionen angestrebt werden, solange sich die Kirchgemeinden «selber stemmen können». Er informierte detailliert über seinen Bildungsurlaub von sechs Monaten, den die Evangelische Thurgauische Landeskirche nach zehn Jahren Pfarrdienst ermöglicht.

Schäfer löst Küng ab

Marco Küng, Vertreter der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern beim Beschäftigungsprojekt Primajob in Steckborn, informierte, dass das Projekt auf guten Füssen stehe und bei der Bevölkerung grosse Akzeptanz geniesse. Küng gibt sein Amt bei Primajob an der Generalversammlung im April ab; sein Nachfolger wird Christian Schäfer, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern, sein.