Steuerfuss bleibt bei 63 Prozent

Die Politische Gemeinde Herdern erwartet fürs Jahr 2015, dass im Gesundheits- und Sozialbereich die Kosten steigen.

Luisa Aeberhard
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Cornelia Komposch Gemeindeammann Herdern (Bild: pd)

Cornelia Komposch Gemeindeammann Herdern (Bild: pd)

HERDERN. Vorgestern traf sich die Politische Gemeinde Herdern zur Budgetgemeindeversammlung 2015. Das Budget weist bei einem Aufwand von 3,47 Millionen Franken und bei einem Ertrag von 3,44 Millionen ein Minus von 28 000 Franken auf. Die 621 000 Franken Nettoinvestitionen werden zu 30,5 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert. Sie beziehen sich auf den Strassenbau und Werkleitungen für die Wasser- und Elektrizitätsversorgung. So wird etwa die Strasse durch den Weiler Wilen saniert und mit LED-Strassenlampen beleuchtet. In den Vorjahren lagen die Nettoinvestitionen für Herdern – dazu gehören die Dörfer Lanzenneunforn und Herdern sowie die Weiler Ammenhausen, Kugelshofen, Liebenfels und Wilen – höher.

Höhere Kosten für Spitex

Im Bereich Gesundheit sind die Kosten gestiegen. Da Herdern per 1.1.2015 eine Leistungsvereinbarung mit der Frauenfelder Spitexorganisation abgeschlossen hat, bezahlt die Gemeinde neu einen Einheitsbeitrag. Dieser erhöht sich von 25 000 Franken im Vorjahr auf 65 000 Franken. «Das ist eine grosse Kostensteigerung, jedoch ist damit das Dienstleistungsangebot im Bereich der Spitex künftig gesichert», sagte Cornelia Komposch, Frau Gemeindeammann von Herdern. Der Gemeinderat geht davon aus, dass sich die Kosten auch im Sozialbereich, etwa mit Massnahmen im Bereich Vormundschaft, nach oben entwickeln werden. Weiter erfolgt eine zwingende Umstellung auf ein neues Rechnungsmodell HRM2 der Gemeinden. Der Steuerfuss 2015 wird bei 63 Prozent belassen.

Antrag mehrheitlich abgelehnt

Nebst den Traktanden betreffend Finanzen kam es zu einem Zusatztraktandum. Ein Antragssteller wünschte, dass die Informations- und Anschlagstafel der Gemeinde in Herdern versetzt werde. Die Tafel steht auf Boden der Raiffeisenbank. «Eine Informationstafel sollte gut ersichtlich und leicht zugänglich sein», war die Begründung. Komposch machte beliebt, eine Absprache mit der Raiffeisenbank bezüglich der geparkten Autos und Velos zu treffen, statt die Gemeinderechnung mit unnötigen Kosten zu belasten. Der Antrag zur Prüfung des Geschäftes wurde schliesslich mit grosser Mehrheit abgelehnt.