Stettfurter Gemeinderäte wollen weitermachen

Alle Stettfurter Gemeinderäte kandidieren nochmal – auch Gemeindeammann Thomas Gamper, der eigentlich nur eine Amtszeit bleiben wollte.

Claudia Koch
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Die Männerrunde liess sich von Carmen Haag vorführen: Heinz Walter (v. l.), Heinz Schaffer, Thomas Gamper und Ueli Bachofen. (Bild: Claudia Koch)

Die Männerrunde liess sich von Carmen Haag vorführen: Heinz Walter (v. l.), Heinz Schaffer, Thomas Gamper und Ueli Bachofen. (Bild: Claudia Koch)

Stettfurt. Eine Frage stand ganz oben auf der Liste der Moderatorin und Stettfurter CVP-Kantonsrätin Carmen Haag: Warum stellt sich Thomas Gamper für eine weitere Amtsperiode als Gemeindeammann zur Verfügung? Vor vier Jahren hatte er entschieden erklärt, dieses Amt nur als Übergangslösung wahrzunehmen. «Ich wusste damals nicht, wie sich meine Arbeit und das Amt als Gemeindeammann zeitlich vereinbaren liessen», sagte Gamper.

Doch die Arbeitsaufteilung mit dem Gemeinderat und der Verwaltung, Entlastung im Beruf und nicht zuletzt die Unterstützung seiner Frau hätten ihn dazu bewogen, weiterzumachen. «Ausserdem haben wir einige Projekte angerissen, die ich gerne weiterbegleiten möchte.»

An prägende Momente kann sich Heinz Walter, Ressortleiter Umweltschutz und Entsorgung, sehr gut erinnern: Vier schwere Unwetter in den ersten zwei Amtsjahren. «Da haben weder Plan A noch Plan B geholfen», sagte Walter.

Ueli Bachofen, Ressortleiter für Soziales, sprach von der guten Kollegialität im Gemeinderat. Er schätzt die Möglichkeiten der Fürsorgekommission, nicht nur nach Gesetz, sondern auch nach menschlichen Aspekten zu handeln. Heinz Schaffer, Amtsältester und verantwortlich für die Werke, tat sich mit dem Verkauf des Schlosses Sonnenberg schwer. Auch sei die Öffnung des Elektrizitätsmarktes eine nie da gewesene Herausforderung, sagte Schaffer. Benedikt Eberle, Leiter des Bauwesens, musste sich kurzfristig für den Anlass entschuldigen.

Er liess durch die Moderatorin mitteilen, dass ihn das Mitgestalten wie etwa beim Tscharnerhaus am meisten freue, die vielen Einsprachen und Rekurse bei Baugesuchen hingegen am meisten forderten.

Allen gemein ist die Freude am Amt und das nötige Know-how für ihr Ressort. Auf die Frage nach einer Frauenquote antwortete Gamper: «Dringend eine Frau zu suchen, finde ich nicht sinnvoll, zudem die Stettfurter Bevölkerung so entschieden hat.

» Die weibliche Seite fliesse zudem durch die beiden Verwaltungsangestellten und durch Rückmeldungen aus der Bevölkerung in den Gemeinderat ein. Ziele für die Zukunft sind, dass das Dorf lebendig und attraktiv bleibt und dass die politische Gemeinde weiterhin eigenständig agieren kann. Durch Zweckverbunde wie jener der Feuerwehr oder der Spitex sieht Gamper diese Möglichkeit gesichert.