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STETTFURT: Sicher und schön

Gemeinsam mit dem Kanton will die Gemeinde die Ortsdurchfahrt im Zentrum sanieren und neu gestalten. Dazu muss sogar die Friedhofsmauer versetzt werden.
Stefan Hilzinger
Teilnehmer des Info-Anlasses mustern die ausgehängten Pläne zur Umgestaltung der Dorfdurchfahrt. (Bild: Stefan Hilzinger)

Teilnehmer des Info-Anlasses mustern die ausgehängten Pläne zur Umgestaltung der Dorfdurchfahrt. (Bild: Stefan Hilzinger)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Sie heisst zwar Hauptstrasse, ist aber keine: «Die K36 von Matzingen über Stettfurt nach Affeltrangen ist eine Kantonsnebenstrasse», sagte der stellvertretende Kantonsingenieur Benedikt Eberle. Trotzdem kommen die gut 700 Meter Ortsdurchfahrt zwischen dem Gemüsebaubetrieb Gamper und der Forst AG in den Genuss eines sogenannten Betriebs- und Gestaltungskonzeptes. Rund 90 Interessierte waren am Donnerstagabend ins Tscharnerhaus gekommen, um sich über das Vorhaben informieren zu lassen.

Eigentlich nur in den Zentren ein Thema

«Wir bekommen keinen Boulevard», sagte Gemeindepräsident Markus Bürgi. In der Regel erstellt der Kanton nur für sehr stark frequentierte Abschnitte in Zentren oder Agglomerationen solche Betriebs- und Gestaltungskonzepte. Aktuell ist etwa eines für die Ortsdurchfahrt in Islikon in Arbeit. Doch nun soll auch Stettfurt eine schöne und sichere Passage erhalten. Den Anstoss gab der Kanton selbst, als er bei der Gemeinde vor gut einem Jahr die Sanierung der Strasse per 2019 ankündigte. «Wir sind beim Kanton vorstellig geworden, doch etwas Rechtes zu machen», sagt Bürgi. Nun liegt das Sanierungsprojekt vor.

Für rund 2,5 Millionen Franken soll einerseits der Strassenkörper erneuert werden, ande-rerseits der Strassenraum neu gestaltet werden. Die Strassenbreite wird punktuell korrigiert, bleibt aber im Wesentlichen zwischen 6 und 6,30 Meter. «Vergleichbar zum heutigen Zustand», sagte Planerin Ursina Liembd vom Büro Strittmatter und Partner. Wesentliche Neuerungen werden sein: ein durchgehendes Trottoir auf der Nordseite und neugestaltete Bushaltestellen mit behindertengerechten Einsteigekanten. Um das Trottoir durchgehend zu führen, zeichnet sich als Lösung ab, dass die Friedhofsmauer im Bereich der Kirche wohl um rund zwei Meter von der Strasse weg versetzt werden muss. «Laut Kirchbehörde muss die Mauer ohnehin saniert werden», sagte Gemeinderat Rainer Borcherding dazu. Doch es müssten dazu noch detaillierte Gespräche geführt werden.

An den Ortseingängen sollen grosskronige Bäume links und rechts der Strasse den Geltungsbereich von Tempo 50 verdeutlichen und den Automobilisten anzeigen, nun vom Gas zu gehen. Pförtneranlagen gibt es in Zukunft keine mehr. Nicht alle Besucher des Info-Anlasses waren zufrieden damit. Die Erfahrung zeige, dass weit noch nach den Generell-50-Schildern schneller als erlaubt gefahren werde. Doch weitere bauliche Massnahmen wie etwa Schwellen oder mehr als die beiden schon bestehenden Fussgängerstreifen werde es nicht geben. Dennoch hätten die Massnahmen geschwindigkeitsreduzierende Wirkung, sind Behörden und Planer überzeugt.

Von den Kosten entfällt knapp die Hälfte auf die Gemeinde, vor allem für Trottoirs und Haltestellenhäuschen. Hinzu kommen allfällige Kosten für Arbeiten an den Werkleitungen. Das letzte Wort über den Kredit hat die Gemeindeversammlung.

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