Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STETTFURT: Abschied mit viel Wehmut

Vor gut einem Jahr verkündete Thomas Gamper, dass er sein politisches Amt an den Nagel hängt. Nun verabschiedete er sich von seinem Team und der Bevölkerung. Ganz in Rente geht er aber noch nicht.
Samuel Koch
An seinem letzten Arbeitstag als Gemeindepräsident räumt Thomas Gamper sein Büro. (Bild: Reto Martin)

An seinem letzten Arbeitstag als Gemeindepräsident räumt Thomas Gamper sein Büro. (Bild: Reto Martin)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Er geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagt Thomas Gamper an seinem letzten Arbeitstag in seinem Büro im Gemeindehaus. Gestern Morgen verabschiedete sich der 62-Jährige mit offenen Türen von der Bevölkerung. «Ich bin beeindruckt, wie viele vorbeikamen und mir dankten», sagt Gamper. Zu Mittag kehrten er, seine Gemeinderatskollegen und Verwaltungsangestellten im «Freudenberg» ein. Klar, dass auch angestossen wurde. Was der Tag später noch bringen sollte, wussten nur seine politischen Weggefährten.

Am meisten imponiert hat Gamper eine Begegnung beim Abschieds-Apéro nach der letzten Gemeindeversammlung. «Ein Einwohner dankte mir, obwohl wir nie dieselbe Meinung vertraten.» Wegen des gegenseitigen Respekts und der Wertschätzung habe er auch schon Tränen verdrücken müssen. «Das ist ein schönes Gefühl, auch wenn nicht immer alles toll war.» Als Tiefpunkte bleibt ihm etwa die Abstimmungsniederlage beim ersten Sanierungskredit des Gemeindehauses in Erinnerung. «Im zweiten Anlauf hat es dann aber doch noch geklappt.» Das Thema Sanierung Sonnenberg sei für ihn eine anspruchsvolle Angelegenheit mit Höhen und Tiefen. Gerade die unangekündigte Demo der Unia werde er wohl nie vergessen.

Grösste Wertschätzung für Mitarbeiterende

Höhepunkte gibt es hingegen einige. «Am meisten freut mich, dass wir 2010 das Tscharnerhaus kaufen und umbauen konnten, das der Bevölkerung noch lange Zeit Freude bereiten wird.» Aber noch viel wichtiger sei, dass er über all die Jahre ein tolles Team um sich herum zu spüren wusste. «Ich bin allen sehr dankbar dafür.» Eine Lanze bricht Gamper für das politische Milizsystem. «Das ist eine attraktive Arbeit, vielseitig, spannend, gewinnbringend.» Klar könne man in einem solchen Amt nicht immer allen gerecht werden. «Aber wir sind auch nicht der Strassenpfahl, bei dem jeder sein Bein lupft, wie manche Berufskollegen sagen.» Er jedenfalls möchte keinen Moment seiner Amtszeit missen. «Es sind Freundschaften entstanden, die das Amt überdauern werden», weiss Gamper, der seinen Dank nicht nur seinen ehemaligen Arbeitskollegen widmet, sondern auch allen «Stöpferter».

Veränderungen in der Firma als nächste Ziele

Jetzt als Gemeindepräsident loszulassen, fällt Gamper nicht schwer. «Ich bin überzeugt, dass die Gemeinde mit Markus Bürgi eine tolle Lösung hat.» Er selbst konzentriert sich nun auf die Geschäftsführung der Hefe Schweiz AG. «Da stehen in den nächsten drei Jahren noch einige Veränderungen in der Geschäftsleitung an», sagt er schmunzelnd im Wissen, dass es auch seine Position betrifft. Und wenn es ihm irgendwann wider Erwarten einmal langweilig werden sollte, lädt er Freunde ein, geht mit seiner Frau Rahel am Sonnenberg spazieren oder auf Wanderschaft.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.