Stephan Tobler: «Bin nicht erfreut»

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Fraktionen Stephan Tobler sagt es offen heraus: «Ich persönlich bin über den Vorschlag der Regierung nicht erfreut.» Der Präsident der SVP-Fraktion im Thurgauer Grossen Rat findet, die Regierung hätte auch einen Kandidaten aus dem eigenen Kanton mit SVP-Parteibuch vorschlagen können. Die Kompetenzen, welche der Aargauer Mike Franz mitbringe, anerkenne er zwar und die Haltung der SVP-Fraktion könne er nicht vorwegnehmen, sagt Tobler. Das Gremium fälle sein Urteil, nachdem sich der Kandidat am 29. März präsentiert hat. Tobler schliesst nicht aus, dass ihn die SVP-Fraktion wähle. «Wegen der Bedürfnisse der TKB.» Wie an der gestrigen Pressekonferenz zu erfahren war, hat die SVP eigene Kandidaten vorgeschlagen.

Zurückhaltung bei anderen Fraktionen
Die Chefs der weiteren grossen Fraktionen sind mit einem ersten Urteil zurückhaltend. Franz wurde ihnen an der Fraktionspräsidenten-Konferenz vorgestellt. Ueli Müller, Chef der CVP/EVP-Fraktion, sagt: «Die Argumente der Regierung für ihren Vorschlag sind nachvollziehbar.» Anlass zur Sorge gebe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Carlo Parolari sagt einzig: «Wir warten das offizielle Hearing in der Fraktion ab.» Dass die Auswahl eines Kandidaten nach einem festgelegten und transparenten Verfahren erfolge, begrüsst der FDP-Fraktionschef. Sonja Wiesmann, Chefin der SP-Fraktion, sagt: «Wir werden die Kandidatur von Mike Franz intensiv diskutieren.» Aus ihrer Sicht passe sein Lebenslauf gut zum Anforderungsprofil. Dass Franz kein Thurgauer sei, erachtet sie als kein Hindernisgrund. Nach seiner Wahl könnten noch fünf von neun Bankratsmitgliedern als Thurgauer gezählt werden. «Das ist das unterste Limit.» Ihr sei wichtig, dass das Gremium mit Fachleuten sowie Vertretern des Kantons bestückt sei. «Der gute Mix ist wichtig.» Die Wahl des neuen Bankratsmitgliedes ist voraussichtlich an der Grossratssitzung vom 19. April traktandiert. (seb.)