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STEIN AM RHEIN: Leiterin einer Waldspielgruppe schafft Kunst aus Kronkorken, Knochen und Münzen

Tabea Hallauer leitet die Wagenhauser Waldspielgruppe. Sonst tobt sie sich künstlerisch aus. Noch bis Ende Monat ist ihre Ausstellung in der Falkengalerie zu sehen.
Ernst Hunkeler
«Es war einmal» heisst das Werk in Tabea Hallauers Händen. (Bild: Ernst Hunkeler)

«Es war einmal» heisst das Werk in Tabea Hallauers Händen. (Bild: Ernst Hunkeler)

Ernst Hunkeler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Die Spielgruppe «Waldzwerge» rekrutiert an zwei Vormittagen der Woche etwa sieben kleine Racker ab drei Jahren, die sich unter Tabea Hallauers Leitung im Wald zwischen Wagenhausen und Rheinklingen tummeln. Das Bewusstsein für die Kunst hat die gelernte Kleinkinderpflegerin an der F&F (Farbe&Form) in Zürich gelernt. Im Moment stellt die 36-Jährige zum vierten Mal in der Steiner Falkengalerie aus, diesmal unter dem Titel «Fund(-Stücke/Kunst-)Werke – pensioniert und ausgedient».

Auf 45 Pavatex Platten hat sie mittels Heissleim Hundertschaften an Trouvaillen zu fantastischen Ensembles mit spannenden, teils sarkastischen Titeln arrangiert. Die Elemente zu ihren Bildern reichen vom Raketen Fallschirmchen –eines ihrer Lieblingsstücke und aufgelesen nach einem 1. August-Feuerwerk– über Kronkorken, Knochen aus der Zeit, als die Metzger ihre Abfälle noch im Rhein entsorgten, Werkzeug und Münzen bis hin zu einem indischen Rupienschein –alles und viel mehr irgendwo aufgelesen.

Sammeln, sortieren, horten, zusammenstellen, aufkleben

Es ist der Künstlerin zur Gewohnheit geworden, stets, zumindest mit einem Auge, über den Boden zu schweifen und so Ungeahntes aufzustöbern. Am aussichtsreichsten seien die Tage nach Jahrmärkten, bevor das Bauamt das Pflaster in ihrem Wohnort Stein gesäubert hat. Da komme dann so allerhand zusammen, das erst einmal sortiert, gehortet und irgendwann zu einem Thema zusammengestellt, aufgeklebt und mit einem Kurztext versehen wird. Texte übrigens, die in Verbindung mit der Collage so etwas wie ein darstellend-literarisches Diptychon ergeben. Die grenzenlose Vielfalt und der didaktische Hintergrund der «gesammelten Werke» sorgen bei Erwachsenen wie bei Kindern gleichermassen für Faszination: Mögen die einen über die bild- und textgewordene Fantasie staunen, so lässt sich den Kleinen ein Stück Umweltbewusstsein näherbringen –vermittelt vom Schneewittchen der sieben Waldzwerge. Womit sich der Kreis definitiv schliesst.

Die Ausstellung ist noch bis 25. Februar, jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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