STEIN AM RHEIN: Die SBB-Seelinie unterwandern

Nach rund 15-monatiger Bauzeit ist die Bahnhofunterführung wieder offen. Das überdimensionale «Z» im Untergrund kostete rund 9,3 Millionen Franken.

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SBB-Reisende begehen die neueröffnete Bahnhofunterführung. (Bild: Ernst Hunkeler)

SBB-Reisende begehen die neueröffnete Bahnhofunterführung. (Bild: Ernst Hunkeler)

Vier Jahre nach der Totalsanierung des eigentlichen Bahnhofgebäudes wurde das aktuelle Millionenwerk 2015 mit der Planung angegangen, im April 2016 war Baubeginn. Im Dezember dann fand ein Kraftakt vor zahlreichem Publikum statt, als jene fünf monumentalen Betonelemente eingebaut wurden, die nun das Kernstück der neuen SBB-Unterführung in Stein am Rhein bilden.

Im Untergrund misst das riesige «Z» 35 Meter. Die sowohl als Treppen wie auch als rollstuhlgerechte Rampen angelegten Zugänge führen beidseits der Schienen rechtwinklig an die Oberfläche. Eine zusätzliche Treppe am Ostende des Bahnhofs führt ungefähr dort hinunter, wo auch die frühere Unterführung angesetzt hatte. Während der Bauarbeiten mussten die Schienen der Unterseelinie Schaffhausen–Romanshorn auf einer Passerelle überquert werden, nun also sind der südlichste Teil Steins und die Thurgauer Nachbarschaft definitiv um einiges bequemer an den Bahnhof und das Städtchen gebunden.

Insgesamt kostete das SBB-Projekt rund 9,3 Millionen Franken, wobei sich die Stadt Stein am Rhein diese mit den SBB, also mit dem Bund, teilt. Vier Millionen Franken berappt die Stadt. Budget sowie Zeitplan können eingehalten werden, und der für den 9. September geplanten Einweihung steht nun wohl nichts mehr im Weg. (hun)